Hundebesitzer müssen mehr zahlen

Rotter Gemeinderat beschließt höhere Hundesteuer

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Weil die Entsorgung von rund 1,5 Tonnen Hundekot jährlich die Gemeinde Rott einiges kostet, wird die Hundesteuer nun erhöht.

Rott – Die Grund- und Gewerbesteuer gehören zu den größten Einnahmequellen der Gemeinden. Eine eher untergeordnete Rolle für die Kommunen an Geld zu kommen, spielt dagegen die Hundesteuer. In Rott flossen durch sie im Vorjahr rund 4.000 Euro in die Kasse. „Damit kommen wir angesichts der Kosten nicht aus“, erklärte Bürgermeister Quirin Krötz bei der letzten Gemeinderatssitzung.

Für die Entsorgung von rund 1,5 Tonnen Hundekot und die Beschaffung von 40.000 bis 50.000 Tüten für die Hundeklos im Jahr müsse die Lechraingemeinde deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Aus diesem Grund regte er an, die zuletzt 2014 erhöhte Steuer für die Vierbeiner nach oben anzupassen. Über die Höhe der Anpassung gingen die Meinungen auseinander.

Die VG-Verwaltung schlug eine Erhöhung für den ersten Hund von bisher 40 auf 60 Euro vor. „Das ist mir zu hoch, der eine Hund ist für viele Menschen, vor allem älteren, ein wichtiger sozialer Faktor“, sprach sich Krötz für eine moderatere Erhöhung auf 50 Euro aus. „60 Euro sehe ich nicht als zu hoch an, schließlich ist die Hundesteuer der kleinste Kostenfaktor für einen Hundehalter“, hielt Gemeinderat Stephan Rupp dagegen.

„Als Gemeinde sind wir nicht auf diese Steuereinnahmen angewiesen, deshalb sollte der erste Hund günstig bleiben“, warb Moritz Krone für eine kleinere Anpassung. „Ich schlage das Vilgertshofener Konzept vor“, brachte Hans-Peter Erhard die Hundesteuersätze der Nachbargemeinde ins Spiel, die für den ersten Hund 40, für den Zweiten 80 und für alle weiteren 120 Euro Steuer verlangen.

Letztlich einigte sich das Ratsgremium auf etwas höhere Sätze. Mit einer Gegenstimme wurde beschlossen für den ersten Hund zukünftig 50 statt bisher 40 Euro zu verlangen. Für den Zweiten werden dann 100 statt bisher 80 Euro und für alle weiteren 130 statt 110 Euro fällig. Der Jagd- und Weilerhund, für den bisher 20 Euro Steuer zu zahlen war, kostet jetzt 30 Euro. „Aus Gerechtigkeitsgründen wäre es schön, wenn auch alle Hunde in der Gemeinde angemeldet wären“, richtete Krötz abschließend auch noch einen Appell an die Hundebesitzer, die es zum Teil mit der Meldepflicht nicht so genau nehmen.

Roland Halmel

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