Anspruchsvolles auf und mit der Gitarre

Die Gitarre ist ein faszinierendes Instrument, sie kann den Zuhörer wie kaum ein anderes Soloinstrument bezaubern. Ihr Spektrum erschöpft sich nicht im klassischen Bereich, sondern deckt die ganze musikalische Vielfalt ab. In der anspruchsvollen Musikszene machen immer mehr Gitarrenfestivals und Konzerte von sich reden oder sind schon fest etabliert. Neu in diesem Bereich ist das Landsberger Gitarrenfestival, das zum zweiten Mal stattfindet – vom 22. bis 25. April.

Als klein aber fein könnte man diese Veranstaltung bezeichnen. Die Konzerte finden an vier Tagen statt, die ausgesuchten Interpreten spielen auf höchstem Niveau. Dafür garantiert der künstlerische Leiter Christian Gruber, zählt doch das Duo Gruber & Maklar zu den führenden Interpreten der internationalen Szene. Was vor allem überrascht hat war der enorme Zuspruch, den das erste Festival erfahren hat. Künstler zum Anfassen Es gibt wohl mehrere Gründe für den Erfolg. Zum erlesenen Programm und der Erstklassigkeit der Interpreten kommt der persönliche Reiz der Kleinstadt – das Ambiente der Umgebung in harmonischer Verbindung mit den Stätten der musikalischen Darbietung. Als idealer Rahmen kristallisierte sich das Landsberger Stadttheater heraus, das eine beflügelnde Intimität zwischen Künstlern und Publikum zuließ. Die Künstler waren praktisch zum „Anfassen“, denn sie standen den zahlreich angereisten Gitarrestudenten und Schülern tagsüber als Dozenten zur Verfügung. Als Begegnungszentrum zwischen den Kursen fungierte das Foyer, es war eine Freude zu erleben, wie das Stadttheater und seine Umgebung vor musikalischem Leben nur so sprühte. Und diese Atmosphäre gilt es wieder einzufangen. Als Veranstaltungsort gesellt sich heuer zum Theater der Rathausfestsaal, wo am 25. April um 11 Uhr Stefan Hladek und Horst Schäfer in einem Matinéekonzert Musik, Geschichten und Sprü- che aus dem Deutschen Barock vortragen. Schon fast traditionell eröffnen Gruber & Maklar das Festival und trotzdem ganz anders als gewohnt. Zusammen mit dem russischen Gitarrenvirtuosen Dimitri Illarionov kündigen sie für 22. April ab 19.30 Uhr mehrstimmiges Gitarrenspiel vom Feinsten an: „Vom Solisten übers Duo zum Trio“. Die Fachwelt preist ihn als einen der herausragenden Spieler der jüngeren Gitarrengeneration, der in den letzten Jahren aus Südamerika empor kam: José Antonio Escobar. Er gibt am Freitag, 23. April, um 20 Uhr ein Solokonzert. Nicht fehlen darf das Kinderkonzert am Samstag (11 Uhr). Das Barrios Guitar Quartett nimmt die Kleinen mit auf eine spannende, musikalische Reise durch ferne Länder. Am Abend desselben Tages (20 Uhr) folgt „ein unvergleichliches Kammermusikerlebnis“ mit Gitarre und Querflöte: Atanas Ourkouzounov & Mie Ogura. Am letzten Tag des Gitarrenfestivals, am Sonntag, präsentieren die Teilnehmer der Workshops ab 14 Uhr in einem Konzert die Stücke, die sie gemeinsam mit den Dozenten erarbeitet und verfeinert haben. Fetziges zum Abschluss Die schon angesprochene Vielseitigkeit der Gitarre wird in einem um 20 Uhr beginnenden Finale demonstriert. War bisher eher die klassische Seite tonangebend wird es nun „fetziger“ beim Fingerstyle mit Thomas Leeb, der mit seinem Gespür für Rhythmik und Melodien als Garant für ein musikalisches Ereignis der Spitzenklasse angekündigt wird. Den Abschluss be- streiten Friend ’n’ Fellow, von der Kritik in den höchsten Tönen gelobt: eine Stimme und eine Gitarre – der Rest ist Staunen. Das Festival wird vom Verein Faszination Gitarre (www.faszination-gitarre.de) in Zusammenarbeit mit der Stadt Landsberg organisiert. Abonnements und Karten gibt es unter anderem im Stadttheaterbüro in der Schlossergasse.

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