Für ein anspruchsvolles Programm

Der neue TILL-Vorstand (von links nach rechts): Herbert Hogger (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Uwe Lüderitz (Schriftführer), Sabine März-Lerch (1. Vorsitzende), Gillian Zieger (2. Vorsitzende) und Sigrid Hense (Schatzmeisterin). Foto: Eckstein

Es war längere Zeit still um den Verein der Freunde des Stadttheaters. Irritiert und zum Teil verärgert wegen der häufigen Wechsel der Theaterleitung, der auch in eigenen Reihen für einige Austritte gesorgt hatte, hielt sich TILL abwartend im Hintergrund. Seit zwei Wochen ist nun ein neuer Vorstand im Amt, der sich im Rahmen einer Pressekonferenz mit neu formulierten Zielen präsentierte.

„Eine aktuelle Orientierung des Vereins war notwendig“, betont Sabine März-Lerch, die neue 1. Vorsitzende. Denn viele Theaterinteressierte hätten Stadttheater und Verein den Rücken gekehrt. Im Rahmen der turnusgemäßen Neuwahlen sei nun der Beschluss gefallen, den Verein weiterzuführen, allerdings mit der Maßgabe, stärker mit dem Theaterleiter in Kontakt zu treten als das in der Vergangenheit der Fall war. Demzufolge war auch Florian Werner bei der Pressekonferenz eingeladen, seine Ansichten darzulegen. Blick auf die Szene Ein Schwerpunkt, bei dem auch der Theaterleiter Handlungsbedarf einräumt, ist die Programmgestaltung: der Spielplan soll wieder mehr qualitativ hochwertiges Sprechtheater beinhalten. „Wir haben dank Herrn Epple ein ganz tolles Musikprogramm, doch auch das Sprechtheater muss wieder mehr wahrgenommen werden“, erklärt Sabine März-Lerch. Dabei will der Verein Florian Werner nicht nur beratend, sondern auch finanziell unterstützen. Als erste Maßnahme verlängert TILL Werners Aufenthalt beim Berliner Theatertreffen, um ihm einen umfassenden Blick auf die Deutsche Theaterszene zu ermöglichen. Diese Eindrücke wird Florian Werner dann bei einem öffentlichen Gespräch allen Theaterinteressierten weitergeben. Durch die Aufwertung des Programms hofft der Verein, die Menschen wieder ins Theater zu locken, die in den letzten Jahren nach Augsburg und München „abgewandert“ sind und die Theatergemeinde zu stabilisieren. „Wir wünschen uns ein Theater mit Profil, das die Leute aus Landsberg und weit darüber hinaus anzieht, wie das früher der Fall war“, bringt es Schatzmeisterin Sigrid Hense auf den Punkt. Und Herbert Hogger ergänzt: „Man kann dieses Theater gar nicht hoch genug schätzen, es ist ein Stück Identität der Stadt“. Da dürften Theaterleitung und TILL konform gehen: beide wünschen sich mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung für das wunderschöne Gebäude an der Schlossergasse. In dem Zusammenhang sollen auch Ideen für eine verstärkte Außenwirkung zusammengetragen werden. Auch daran will sich TILL aktiv beteiligen, denn: „Wir sehen uns als Botschafter des Theaters“.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Himmel oder Hummel
Himmel oder Hummel
80 Schafe verenden bei Stallbrand
80 Schafe verenden bei Stallbrand

Kommentare