Neuer Hochbehälter?

Edelstahl für die Apfeldorfer Wasserversorgung

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Mit einem Edelstahl-Hochbehälter wie diesem soll die Wasserversorgung der Gemeinde Apfeldorf auf zukunftssichere Beine gestellt werden.

Apfeldorf – Die Apfeldorfer haben ein massives Wasserproblem – und das wollen sie auch angehen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde eine Grobplanung einer Sanierung inklusive neuer Hochbehälter und die Möglichkeiten der Förderung vorgestellt.

Dass die Apfeldorfer Sorgen ums Wasser haben, ist kein Geheimnis: Der Hochbehälter ist marode, die Wasserverluste in den Leitungen beträchtlich und der Wasserdruck im Dorf entweder zu schwach oder instabil. Jetzt informierte Wolfgang Buchner vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Dießen den Gemeinderat.

„Die Voraussetzung für eine Förderung erfüllen wir“, sagte Buchner. Die beiden Härtefallschwellen seien inzwischen niedriger geworden. Und der Handlungsbedarf sei dringend, da in Apfeldorf eine dauerhafte Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet sei. Sprich: Die Apfeldorfer kommen um eine Sanierung nicht rum. „Da gibt es im ganzen Landkreis Landsberg nur eine Gemeinde, die die Anforderungen für die Förderung erfüllt, und die heißt Apfeldorf“, sagte Buchner.

Dabei muss ein Großteil der Wasserleitungen saniert werden. Ein Verbund mit Birkland könnte sich bei der Förderung zusätzlich als günstig erweisen. Und da der Hochbehälter in sehr schlechtem Zustand sei, kommt in Apfeldorf eventuell ein Ersatzneubau in Frage.

Buchner präsentierte eine Kalkulation des Wasserbedarfs zum Jahr 2049 – denn auch in 30 Jahren sollen die Investitionen noch Sinn machen. Mit vermutlich 1.270 Einwohnern, einem Prokopf-Verbrauch von 185 Liter am Tag und auch einem potenziellen Feuerwehreinsatz (192 Kubikmeter in zwei Stunden Löschen) müsste der Hochbehälter insgesamt 800 Kubikmeter fassen. „Man muss für einen Tag mit Spitzenverbrauch dimensionieren“, erläuterte Buchner.

Der Ingenieur stellte als mögliche Option einen Edelstahl-Behälter vor. Auswahl gibt es da am Markt nicht viel, in Frage käme eigentlich nur eine Firma: Hydro Group in Ravensburg. „Die sind Marktführer, deutsch von A bis Z, auch die Monteure“, sagte Buchner. Und so funktioniert das Ganze: Zwei Edelstahlzylinder würden von unten vor Ort geschweißt, die Segmente immer wieder mit Pressen nach oben bewegt und schließlich mit einer Bodenplatte verschweißt. Gesamthöhe: 6,90 Meter. Die Einspeisung erfolgt tangential, ein Siphon sorgt für gleiche Pumphöhe und konstanten Druck. Die Entnahme erfolgt unten, zusätzlich mit Gefälle, innen existiert eine Stahltreppe zur Revision. Eine eigenständige, automatische Komplettreinigung ist enthalten, ebenso ein Notüberlauf. So, erklärte Buchner, wäre ein konstanter Wasserdruck im Ort möglich, auch im Esele wären drei Bar drin.

Ein überzeugendes Konzept: Buchner wurde am Ende durch Abstimmung vom Gemeinderat beauftragt, eine Entwurfsplanung bis Anfang Mai zu erstellen. In Sachen Kosten konnte er noch keine Aussage treffen. Doch die Gemeinde hat jetzt schon einige Hausaufgaben zu erledigen, wie Buchner erklärte: Es muss ein Baugrundgutachten erstellt werden für den Standort. Dafür und für die Trassenwahl die Eigentumsverhältnisse geklärt und die entsprechenden Gespräche geführt werden. Ein Fachplaner für Elektrotechnik und ein Statiker sind zu beauftragen. Viel zu tun also.

Klaus Mergel

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