Der Gaudiwurm naht

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Der Landsberger Faschingsumzug am Lumpigen Donnerstag ist gerettet und als einzige Schule macht die FOS/BOS auf freiwilliger Basis auch in diesem Jahr wieder mit.

Landsberg – Der Lumpige Donnerstag ist gerettet. Nachdem die Schulen – mit Ausnahme der Beruflichen Schulen (BSL) – sich gegen eine Teilnahme am traditionellen Faschingsumzug entschieden haben, hat eine Arbeitsgemeinschaft jetzt einen Gaudiwurm auf die Beine gestellt. Beginn des Spektakels ist am 27. Februar um 13.30 Uhr.

Im November stand der Umzug, den es seit rund 50 Jahren gibt, kurz vor dem Aus: Die Schulleiter entschieden mehrheitlich, dass der Gaudiwurm als Schulveranstaltung nicht mehr tragbar sei und man den Umzug nicht mehr durchführen wollte. Doch einige engagierte Landsberger haben kur­zerhand eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um den Umzug zu retten – allen voran Gastronom und AG-Sprecher Nikki Amberger.

Nach mehreren Treffen der AG steht nun fest: „Der Umzug findet definitiv statt“, so Andreas Létang, Pressesprecher der Stadt. Mittlerweile haben sich knapp über 30 Gruppen und rund 500 Teilnehmer gefunden, die beim Umzug mitmachen, darunter zahlreiche Wagen und Fahrzeuge von Gruppen und Vereinen direkt aus Landsberg oder aus den umliegenden Orten.

Auch haben sich rund 200 Schüler der FOS/BOS bereit erklärt, mitzumachen. „Wir stehen voll hinter dem Umzug“, sagt Schülersprecher und AG-Mitglied Andreas Oehlenschläger. Die Beruflichen Schulen machen mit mehreren Fußgruppen und zwei Wagen von ihrem Lehrer Franz-Josef Graf in jedem Fall mit. „Von den anderen Schulen haben wir allerdings nichts mehr gehört“, sagt Oehlenschläger.

Starten soll der Faschingsumzug allerdings nicht wie bisher am Vormittag, sondern erst um 13.30. „So können die Schüler nach dem Unterricht zuschauen oder können mit dem normalen Schulbus nach Hause fahren“, erklärt Létang. Die Party-Veranstalter öffnen dagegen teilweise bereits ab 10 Uhr (Maxximilians und Sonderbar am Hellmairplatz) beziehungsweise 10.30 Uhr (Zelt Waitzinger Wiese) ihre Pforten. Auch erwarte man sich „weniger Alkoholleichen“, wenn der Umzug später beginnt. Die Route des Zugs führt noch immer durch die Altstadt, allerdings leicht abgeändert, Ausgangs- und Endpunkt bleibt der Papierfleck beim Landratsamt.

„Sicherlich sind es weniger Teilnehmer wenn die Schulen nicht mehr dabei sind“, meint Létang. „Aber die Qualität ist eine ganz andere.“ Etwa werde darauf geachtet, dass es keine Doppelungen bei den Themen gebe. Beibehalten wird heuer auch der Wettbewerb. „Es gibt wieder eine Moderation vom Rathaus aus und dort sitzt dann auch die Jury“, sagt Létang. Diese bewerte die besten Gruppen, die auch ein Preisgeld bekommen. Wagen und Fuß­- gruppen werden dabei differenziert beurteilt.

Wie es allerdings nach dem 27. Februar weitergeht, ist unklar. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“, sagt Létang. Eventuell entstehe aus der AG eine Art Faschingsverein; darüber werde man sich sicherlich noch Gedanken machen.

Bis Freitag, 31. Januar, können sich Gruppen online unter www.lumpiger-donnerstag.de anmelden. Am 5. Februar ist ein letztes Treffen der Arbeitsgruppe geplant, dann geht es noch einmal um die Details, bevor der Zug am Lumpigen ins Rollen kommt.

Janina Reich

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