Barrierefreiheit gestalten

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Zweimal kamen in diesem Jahr bereits interessierte Bürger zusammen. Der Aktionsplan soll fünf Felder umfassen.

Landkreis – Die Barrieren im Landkreis, mit denen sich Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag notgedrungen auseinander setzen müssen, sollen weniger werden. Das ist die Idee hinter dem Aktionsplan Inklusion, der bis Ende 2017 aufgestellt wird. Bei der Erfassung von Bedarfslagen und Wünschen sollen Arbeitsgruppen interessierter Bürger mitwirken. In zwei Themenbereichen fanden bereits Treffen statt. Weitere sind geplant.

Fünf Themenfelder sind abgsteckt und sollen nun erörtert werden, nämlich Leben und Wohnen, Barrierefreiheit/Mobilität, Arbeit, Bildung/Erziehung sowie Kultur/Freizeit/Sport. Die Leitung des Projekts liegt bei Ursula Thomas und Barbara Juchem. Erstere ist für die Koordinationsstelle Inklusion im Landratsamt zuständig, Juchem fungiert als Behindertenbeauftragte des Landkreises. In den Arbeitstreffen sollen behinderte und nicht behinderte Bürger ihre „Wünsche und Forderungen zu einer Verbesserung der Teilhabe“ zum Ausdruck bringen, so Juchem. Diese Beiträge werden dann im Aktionsplan Inklusion verankert und in ihrer Umsetzung überprüft.

Defizite benennen

In diesem Jahr fand bereits je ein Treffen zu den Handlungsfeldern Leben und Wohnen sowie Barrierefreiheit/Mobilität statt, bei denen sich Thoms und Juchem über viele interessierte Teilnehmer und konstruktive Beiträge freuten. Im Bereich Leben und Wohnen kam auf den Tisch, dass inklusive Freizeitangebote mehr gefördert und verstärkt Reiseangebote für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen werden müssten. Ein wichtiger Baustein sei es, die Gesellschaft und Reiseveranstalter in Hinblick darauf zu sensibilisieren. Außerdem wurde der große Wert alternativer inklusiver Wohnformen unterstrichen wenn es darum geht, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes und autonomes Leben zu ermöglichen. Problematisch stelle sich aber die derzeitige Lage auf dem Wohnungsmarkt dar. Zu wenig bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum sei verfügbar. Das Arbeitstreffen zum Thema Barrierefreiheit/Mobilität warf neben Forderungen zu baulichen Maßnahmen und barrierefreiem Zugang zu öffentlichen Gebäuden vor allem die Frage auf, wie mobilitätseingeschränkte Menschen den öffentlichen Personennahverkehr uneingeschränkt nutzen können beziehungsweise welche Maßnahmen dafür umzusetzen seien.

„Es wäre schön, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger diese Beteiligungsmöglichkeit nutzen und an den Veranstaltungen teilnehmen würden“, wünscht sich Juchem für die kommenden Treffen der Arbeitsgruppen. Sie bittet interessierte Personen darum, sich an Ulrike Thoms zu wenden: Koordinationsstelle Inklusion im Landratsamt, Tel. 08191/129162 oder ursula.thoms@lra-ll.bayern.de.

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