Neue Medien im Mittelpunkt

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Feiert sein 15-Jähriges und lädt zum Themenabend „Neue Medien“: der Arbeitskreis Kinder- und Jugendschutz mit (von links) Peter Beuth (Magnusheim Holzhausen), Helmut Nieberle (Polizei Landsberg), Michaela Mitschke (ConDrobs), Renate Kindermann (Mittelschule Kaufering), Margit Erades-Peterhoff (SOS-Beratungsstelle), Christian Karlstetter (Mittelschule Landsberg) und Wolfgang Bartl (Jugendamt)

Landsberg – Das Wohl von Kindern und Jugendlichen liegt ihnen am Herzen – seit mittlerweile 15 Jahren. Ein gutes Dutzend Menschen aus den verschiedensten psychosozialen Berufen im Landkreis trifft sich seither regelmäßig, um sich zu vernetzen. Ziel ist dabei unter anderem, sich in der Arbeit mit den Jungen, Mädchen und Familien gegenseitig zu helfen und die Belange der Kleinen und deren Familien in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Vorweg: Das „Jubiläum“ verbindet der Arbeitskreis Kinder- und Jugendschutz mit einer Veranstaltung für alle interessierten Fachleute, aber auch für Eltern: Am Dienstag, 18. November, geht es ab 19 Uhr im Landratsamt Landsberg um das Thema „Neue Medien – Gefahr und Chancen“.

Dass sich der Arbeitskreis in diesem Jahr den „Neuen Medien” widmet, kommt nicht von ungefähr. Denn in den Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen, in denen einige der Mitglieder arbeiten, zeigt sich immer stärker ein großer Bedarf an Aufklärung und Prävention in diesem Bereich. Mit Benjamin Grünbichler gewann der Arbeitskreis einen „ausgewiesenen Fachmann“ als Referenten, der sich auf Medienberatung und -prävention im Kinder- und Jugendbereich spezialisiert hat. Sein Thema: „Smartphones, Computer und Internet – Aufwachsen im digitalen Zeitalter”.

Ein weiterer Fachmann im Bereich Mediensucht ist Wolfgang Schuppert, Leiter der RehaKlinik Herzogsägmühle, der seinen Vortrag „Vom-Nicht-mehr-aufhören- können und wie man aussteigt“ genannt hat. Schuppert kommt aus dem stationären Suchtbereich, hält seit Jahren Vorträge zu Medien und ist derzeit das „jüngste“ Mitglied des Arbeitskreises.

An die richtige Stelle

Auch Schuppert schätzt die Möglichkeit, im Arbeitskreis Fälle – selbstverständlich anonym – vorzustellen. Gemeinsam mit den Kollegen, die unter anderem in der SOS-Beratungsstelle, in Schulen im Landkreis, bei Condrobs, beim Magnusheim, bei der Polizei, am Gericht oder im Schulamt arbeiten, werden so neue Hilfeansätze, Möglichkeiten und Wege gefunden. Außerdem kennen sich die Institutionen im Landkreis durch den Arbeitskreis untereinander und können Rat- und Hilfesuchende rasch an die richtige Stelle verweisen. Neue Mitglieder, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sind deshalb stets willkommen.

Vor allem aber will der Arbeitskreis die Öffentlichkeit informieren und so mehr Schutz für Kinder und Jugendliche erreichen. Deshalb entstand bereits ein Jahr nach der Grün- dung – damals hieß die Gruppe noch „Arbeitskreis Gewalt“ – eine 60 Seiten starke Broschüre zum Thema „Sexueller Missbrauch“. Im Laufe der vergangenen 15 Jahre organisierten die AK-Mitglieder unter anderem eine Plakataktion „Keine Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ an den Schulen, bei der die Verbindungslehrer und deren Aufgaben gezielt bekannt gemacht wurden. Sie starteten eine Schul-Umfrage zum Mobbing und veranstalteten anschließend Fachvorträge und einen ganzen Fachtag. Außerdem sorgten sie dafür, dass sich ein Kollege aus ihrem Kreis zum Medienberater fortbilden konnte.

Bei der diesjährigen Veranstaltung sind nach den Vorträgen drei Gesprächsgruppen – aufgeteilt nach dem Alter der Kinder in Vorschul-, Grundschul- und Jugendlichenbereich – geplant. Außerdem wird es einen Büchertisch „Neue Medien“ geben. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Weitere Infos bei Margit Erades-Peterhoff unter Tel. 08191/91182-0.

Daniela Hollrotter

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