Arbeitssieg bringt zwei Punkte

Als Gegner ist der TSV Göggingen sicher nicht zu unterschätzen, präsentierte er sich doch stärker als sein Tabellenrang vermuten lässt. Aber am schwersten machten es sich die Landsberger Handballer beim jüngsten Heimspiel schon selbst. Statt einen hohen Sieg souverän heraus zu spielen, mussten sie den 31:25-Erfolg hart erarbeiten, konnten ihn erst zum Schluss hin deutlich gestalten.

Begonnen hatten die Gastgeber zunächst recht gut. Gegen die schnellen Angriffe der Gögginger stand die Abwehr hervorragend, störte früh und ließ keine Lücke. Bei den Landsberger Angriffen fehlte jedoch von Anfang an die Präzision und die Konsequenz. Oft wurde viel zu schnell abgeschlossen oder einfach nicht platziert genug geworfen. Das motivierte den guten Gästetorwart noch mehr, so dass er mit starken Stellungsspiel reihenweise Bälle hielt. Das verunsicherte die Landsberger zusehends, so dass sie auch in der Abwehr nicht mehr so sicher agierten. So stand es nach es nach acht Minuten erst 3:3. Landsberg ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen, brachte aber keine Konstanz ins Spiel. Man konnte zwar ein, zwei Tore vorlegen,sich aber nicht abzusetzen. Göggingen witterte da seine Chance und konnte mit schönen Einzelaktionen sogar kurzzeitig in Führung gehen (8:9/21.). Erst zur Pause hin fingen sich die Lechstädter und bauten die Führung wenigstens auf 13:10 aus. In der zweiten Hälfte hielt der Vorsprung nur zehn Minuten, dann hatten die engagierten Gäste aufgeholt (16:16/41.). Jetzt wirkten die Landsberger ziemlich von der Rolle, nicht einmal mehr aus Siebenmetern konnten sie Kapital schlagen, dreimal in Folge war der Gästetorwart Endstation. Aber nachdem18:18 (45.) ging es auf einmal besser, man besann sich doch noch auf die eigenen Stärke und spielte gradliniger und konzentrierter. Phillip Scharnagel nutzte als jüngster Landsberger seine Chance und verwandelte auch den nächsten Siebenmeter sicher. Die Trefferquote war zwar noch immer nicht berauschend, aber nachdem die Abwehr wieder stabiler wurde, erarbeitete man sich einen kleinen Vorsprung. Jetzt hatte Landsberg den Gegner im Griff und sicherte sich so den verdienten 31:25-Erfolg. Gar nicht zufrieden war Landsbergs Trainer Hubert Müller: „Heute hat man wieder gesehen, was uns noch zu einer Spitzenmannschaft fehlt. Wir sind überlegen, bringen das aber nicht von Anfang an deutlich aufs Parkett und machen damit Gegner stärker. Genau diese überhasteten und schlampigen Würfe sollten vermieden werden, ich will in einem solchen Spiel keine Zaubertricks sehen. Aber wieder einmal hat sich das Team gefangen und am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen – zwei Punkte sind es ja.“ Beim Heimspiel am kommenden Samstag um 17 Uhr im Sportzentrum empfangen die Lechstädter den Tabellenfünften aus Unterhaching. Da wird von Anfang eine bessere Leistung notwendig sein, um erfolgreich zu bleiben.

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