Die Ausgrabungen bei Penzing laufen

Kriegergrab im Acker entdeckt

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Bei den Ausgrabungen eines frühkeltischen Kriegergrabes trat unter anderem auch der bronzene Zierbeschlag eines Pferdegeschirrs zutage.

Penzing – Ein Eisenschwert, sechs Zierbeschläge eines Pferdegeschirrs und neun Tonge­fäße: Das ist das bisherige Resultat der archäologischen Ausgrabung eines frühkeltischen Kriegergrabes (8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.) auf einem Feld im Nordosten von Penzing. „Es handelt sich hier um eine Feuerbestattung“ erläutert Dr. Bernd Steidl, Kreisheimatpfleger und stellvertretender Sammlungsdirektor der Archäologischen Staatssammlung München. Die sterblichen Überreste des Kriegers seien in einer Holzkammer aus Eichenbohlen untergebracht worden.

Wegen des Schwertes und der Beigabe eines Pferdegeschirrs könne man auf die Identität des Verstorbenen als eines Kriegers schließen. „Das Keramikgeschirr sollte dem Toten ermöglichen, wahre Trinkgelage im Jenseits abzuhalten“, schmunzelt Steidl. Ebenso wie bei den Griechen seien große Keramiksätze in Gräbern bedeutender Krieger üblich gewesen. „Dabei auch Bronzegefäße, die bis zu 200 Liter Met fassen konnten.“ Nicht nur Männern durften feiern: „Auch Frauen bekamen Festgeschirr mit ins Grab.“

Kreisheimatpfleger Dr. Bernd Seidel (2. von links) leitet die Ausgrabung eines frühkeltischen Kriegergrabes bei Penzing.

Das Grab misst insgesamt vier­einhalb auf knapp drei Meter und liegt auf einer leichten Anhöhe. Entdeckt wurde es im Januar, als beim Pflügen Scherben an die Oberfläche traten. Bei der jüngst gestarteten Ausgrabung assistieren auch freiwillige Helfer. Nun stehe noch die Bergung der Tongefäße an, „ein etwas aufwendigeres Verfahren“. Vielleicht kommen dabei ja noch mehr Schätze ans Tageslicht.

Susanne Greiner

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