Architekten-Wettbewerb:

Ein neues Jugend-Kultur-Zentrum für Landsberg

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In Form eines Bumerangs: der Entwurf des neuen Landsberger Jugendzentrums – von der Lechstraße aus betrachtet.

Landsberg – Nun steht fest, wie das neue Jugendkulturzentrum in der Lechstraße am Standort des ehemaligen AKE-Kindergartens aussehen wird: Wie ein Bumerang leicht gekrümmt, zum Sozialzentrum Sankt Martin schallgeschützt, zum IKG, zur Lechstraße und zum Lech hin offen. Das war in der Jury zwar umstritten, entspricht aber dem Nutzungskonzept, das der Stadtrat im September vergangenen Jahres beschlossen hatte. Er hatte eine große Lösung favorisiert: eine Versammlungsstätte für bis zu 400 Besucher, die mehr sein sollte als ein abgeschotteter Jugendtreff.

lisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren“ ging der Entwurf des Architekturbüros Friedrich Poerschke Zwink aus München nun mit knappem Vorsprung als Sieger hervor. Hervorstechendes Merkmal ist der mittige Eingang, der es auch ermöglicht, an dieser Stelle das Gebäude zu durchqueren, um den Lech zu erreichen.

Die neun eingereichten Planungen hatten sehr unterschiedlichen Antworten auf die vorhandenen räumlichen Rahmenbedingungen gefunden. Nach zwei sogenannten Rundgängen kamen die Planungen der Büros Walter Huber aus Stuttgart, Superblock aus Wien und der Siegerentwurf in die engere Wahl. Unter Berücksichtigung des Schallschutzkonzeptes hatten alle drei Büros das Gebäude des Jugendkulturzentrums entlang der Grenze zum Sozialzentrum und parallel zum Lech ausgerichtet sowie zum Gymnasium und Lechstraße hin geöffnet.

Zentrale Durchwegung

Das Büro Friedrich Poerschke Zwink gewann den Wettbewerb schließlich aufgrund der „übersichtlichen Grundrissorganisation“, der Möglichkeit zur „zentralen Durchwegung des Gebäudes bis zum Lechufer mit einem attraktiven zweiten Eingang“, der „kurzen, spannungsreichen Erschließungswege“ und der „sensiblen Antwort mit einer wiedererkennbaren und eindeutigen Gestalt, die die Potentiale des Ortes ausschöpft“. Alle Entwürfe können noch bis zum 16. Februar im Foyer des Historischen Rathauses besichtigt werden.

Die Grundkosten des Gebäudes werden vom Papierbach-Investor ehret + klein getragen; das Jugendzentrum wird vom Papierbach-Areal verlegt, um dort Platz für die große Kindertagesstätte zu machen. Außerdem erhält die Stadt Zuschüsse für den Neubau.

Der Stadtrat hatte sich bewusst für einen neuen Begriff („Jugendkulturzentrum“ statt „Jugendzentrum“) und eine größere Kubatur entschieden, um auch andere Nutzungen zu ermöglichen; der Begriff Jugendkulturzentrum ist nicht nur als Jugendkultur-Zentrum, sondern auch als Jugend-Kultur-Zentrum zu lesen. Hauptzweck bleiben allerdings Angebote aus den Bereichen Sport, Freizeit, Jugendbildung sowie Workshops im kreativen, handwerklichen, musischen und künstlerischen Bereich für Zwölf- bis 21-Jährige.

Werner Lauff

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