2. Ammersee-West Cup

Gute Chancen für einen Hattrick

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Das Drachenboot des Kanuregattavereins München war zwar die große Attraktion beim 2. Ammersee-West Cup, hatte allerdings sportlich keine Chance auf der Langstrecke gegen die flotten Ruderer.

Schondorf – Richtig wild war es kürzlich wieder auf dem Ammersee vor Schondorf. 40 Boote mit 107 Teilnehmern waren zum 2. Ammersee-West Cup auf dem Wasser. Die Wilde Woge, der Ruderverein in Schondorf, veranstaltete zum zweiten Mal eine gemeinsame Regatta für Ruderer, Kanuten im Kajak oder SurfSki, StandUp-Paddler und andere Wassersportler. Den Titel auf der kurzen Strecke verteidigte Vorjahressieger Ammersee-Gymnasium-Vierer mit einer Zeit von 17.47 Minuten über die vier Kilometer. Über die Langdistanz (zwölf Kilometer) gewann der gemischte Master-Achter des TSV Herrsching in 58:08,8 Minuten.

Siegte wie schon im Vorjahr auf der Kurzdistanz: der Vierer des Ammersee-Gymnasium mit (von links) Martin Hartenberger, Andreas Auernhammer, Léon Postel, Florian Dehlfing und Steuermann Lino Willenbrink.

Den Startschuss für das erste Rennen gab am Strandbad Forster wieder Schondorfs Bürgermeister Alexander Herrmann, der bei diesem Rennen auch selbst im Kanu mit dabei war. Auf der Kurzstrecke gewann wie im Vorjahr der starke Schülervierer aus der Ruder-AG vom Ammersee-Gymnasium in Dießen. Die Neuntklässler Martin Hartenberger, Andreas Auernhammer, Léon Postel und Florian Dehlfing mit Steuermann Lino Willenbrink kämpften sich auf der 4-Kilometer- Strecke durch die leichten Wellen und wurden mit 17:47,4 Minuten „First Ship Home“. Damit verbesserten sich die jungen Ruderer um rund 4:30 Minuten. Zweiter wurde der gemischte Rudervierer des SC Riederau (18:43,8) mit ASG-Konrektor Georg Büttner, Dr. Anke Langener, Dr. Ernst Meier, Bodo Leimkohl und Markus Martin. Als Dritter kam Nicolaus Forster von der Wilden Woge im Renneiner nach exakt 19 Minuten durch das Ziel.

Nach dem ersten Rennen zog eine Gewitterfront auf und bis kurz vor dem Start um 14 Uhr war nicht klar, ob der zweite Wettkampf überhaupt durchgeführt werden kann. Zum Glück beruhigte sich das Wetter wieder. Besondere Attraktion in diesem Rennen war das Drachenboot „Bavarian Kongs“ des Kanu Regatta Verein München, in dem 14 Kanuten durch die Wellen pflügten. Trotz der lauten Anfeuerungsrufe des stehenden Steuermannes hatte das imposante Boot dieses Mal letztlich keine Chance gegen die schnellen Ruderboote und die meisten Kanuten.

„First Ship Home“ in diesem Rennen und damit Gewinner des Wanderpokals: der Ruderachter des TSV Herrsching in einem spannenden Finish und mit 58:08,8 Minuten. Nur neun Sekunden später kam Tomas Zastera aus Tschechien mit seinem Rennkajak ins Ziel – und das, obwohl er am Tag vorher die 42 Kilometer beim Bodensee-Kanu-Marathon absolviert und dort den 3. Platz belegt hatte. Dritter bei diesem Rennen wurden die Männer vom RC am Lech Kaufering im Rudervierer in 58:26,4.

Sportliche Höchstleistung gab es zu sehen beim 2. Ammersee-West-Cup, obwohl die Veranstaltung auf den Breitensport ausgelegt ist. „Wasser + Spaß + Sport + Neugier auf andere Wassersportler“, ist das Motto; und: die Freude an der sportlichen Nutzung des Ammersees zu fördern. So gab es auch dieses Mal alle Bootsgattungen zu sehen, vom Renneiner bis hin zum Indianerkanu und dem Faltbootzweier.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hatten Carlo Forster, 2. Vorsitzender der Wilden Woge und selbst aktiver Ruderer, sowie Thomas Dittler von der Kanuabteilung des MTV München jedoch nicht auf dem Wasser, sondern beim gemeinsamen Lauf-Training im Winter. „Zumindest in Bayern ist diese Veranstaltung die erste ihrer Art.“ Als Vorbild diente dafür die Vogalonga in Italien: Ein Wettkampf für alle Bootsklassen, die mit Muskelkraft bewegt werden, der alljährlich am Pfingstsonntag in Venedig ausgetragen wird.

Weil’s erneut viel Spaß gemacht hat, ist man sich im Wilde Woge-Lager einig: Fortsetzung folgt. Der Termin für den 3. Ammersee-West Cup, die Vogalonga des Ammersees, wird schon gesucht. Für die junge Bootsklasse der SurfSki und Outrigger wird nächstes Jahr die Veranstaltung auch zur offenen Süddeutschen Meisterschaft.

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