Sanierung der Mühlbachmauer

Auch die Eiche in Dießen muss weichen

Eiche am Dießener Mühlbach
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Auch die Eiche am Mühlbach bei der jetzigen Behelfsbrücke muss gefällt werden, wenn die Ufermauer bis zur Bahnunterführung erneuert wird.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – Die Fällung der beiden ortsbildprägenden Weiden an der Einmündung des Mühlbachs in den Ammersee hat bei den Bürgern und in den sozialen Medien zu heftigen Protestreaktionen geführt. Die erste Weide hatte Pilzbefall und die andere vermeintlich gesunde war beim Setzen der Spundwände im Weg. Auch sie stellte sich im Nachhinein als geschädigt heraus (wir berichteten). Jetzt droht der großen Eiche vor der bereits abgerissenen Rialto-Brücke die Motorsäge.

Und zwar spätestens dann, wenn das vom Zahn der Zeit arg zerklüftete nördliche Mühlbach-Mauerwerk bis zur Bahnunterführung erneuert wird. Wann und ob das im Zuge der derzeitigen Sanierung der Seeanlagen passiert, ist laut Dipl.-Ing. Anita Schmid-Azar noch unklar. Die von der Marktgemeinde beauftragte Projektleiterin ist gerade mit der Planung und Kostenberechnung beschäftigt. „Idealerweise sollte die Mauererneuerung mit den derzeitigen Bauarbeiten kombiniert werden“, sagt sie. „Alle Maschinen und Gerätschaften sind vor Ort. Eine spätere Erneuerung würde wesentlich höhere Kosten verursachen.“ Die Entscheidung liegt letztendlich beim Gemeinderat.

Laut Projektleiterin Schmid-Azar habe auch die dann zu fällende Eiche einen „Trockenschaden“. Durch die trockenen Sommer der letzten Jahre habe der fast bis zum Stamm asphaltierte Baum zu wenig Wasser bekommen, wie man an den verfärbten Blättern sehen kann. Auf jeden Fall seien in den Seeanlagen Ersatzpflanzungen geplant.

In diesem Jahr noch sollen die Ufermauer in der Boxleranlage und die neue Rialto-Brücke fertiggestellt werden, um unmittelbar mit den Arbeiten im nördlichen Teil der Seeanlagen bis zum Dampfersteg anfangen zu können. Denn hier geht das Zeitfenster zur Erneuerung der Uferbefestigung nur bis zu den Aufbauarbeiten bzw. bis zum Beginn des Töpfermarktes am 26. Mai 2022, der nach der Corona-Pause wieder im gewohnten Umfang stattfinden soll. Der restliche Teil der Uferbefestigung vom Dampfersteg bis zu den Fischerhütten wird nach dem Töpfermarkt in Angriff genommen.

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