Coronakrise 

Auch für Kulturschaffende im Kreis Landsberg: 'Soforthilfe Corona' vom Freistaat

PantherMedia B39213613
+
Auch Künstler haben momentan Probleme, da Ausstellungen nicht stattfinden können.

Landkreis – Theater geschlossen, Galerie auch, Konzerte und Ausstellungen abgesagt: Wenn plötzlich die Kultur wegbricht, bringt das zahlreiche Kulturschaffende in finanzielle Nöte. Vor allem, da viele in dieser Sparte eher Geringverdiener sind und nur selten auf irgendwelche Ersparnisse zurückgreifen können. Wie aber dann die laufenden Kosten decken, also Miete, Grundversorgung, Versicherungsbeiträge? Der Freistaat Bayern hat für die Freien Berufe eine erste Hilfe eingerichtet: die ‚Soforthilfe Corona‘.

Dabei handelt es sich nicht um einen Kredit, sondern um einen „Zuschuss“, ist auf der Webseite der Regierung von Oberbayern zu lesen. Der Zuschuss soll Gewerben und Selbstständigen, die in den sogenannten Freien Berufen arbeiten, zugutekommen.

Zu diesen Freien Berufen zählen laut Bundeswirtschaftsministerium beispielsweise Ärzte oder Rechtsanwälte – obwohl man bei denen weniger Geldmangel vermuten mag. Aber auch Hebammen. Und auch „selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten“, ist auf der Webseite des Ministeriums zu lesen. Weiterhin auch der Zusatz: „Eine Zuordnung zu den Freien Berufen ist nur nach Einzelfallprüfung möglich.“ Allerdings entscheide letztendlich das Finanzamt, ob eine Tätigkeit gewerblich ist oder zu den Freien Berufen gehört. Mehr Informationen zu den Freien Berufen gibt es unter www.existenzgruender.de/DE/Gruendung-vorbereiten/Gruendungswissen/Freie-Berufe/inhalt.html.

Die Höhe der Soforthilfe liegt bei 5.000 Euro für Einzelpersonen. Für Gewerbetreibende ist die Summe nach der Zahl der Angestellten gestaffelt: ebenfalls 5.000 Euro bei bis zu fünf Angestellten, bis zehn 7.500 Euro, bis zu 50 Angestellten gibt es 15.000 Euro zur Verfügung und bis zu 250 gibt es 30.000 Euro.

Sollte sich jemand über die Formulierung „de-minimis-Rahmen“ im Antrag zur Soforthilfe wundern: Eigentlich müssen finanzielle Hilfen, die ein EU-Staat einem Unternehmen gewährt, von der EU-Kommission genehmigt werden – bis auf die sogenannten De-minimis-Beihilfen, die einen bestimmten Betrag nicht überschreiten dürfen. Bei der Soforthilfe Corona liegt der bei 200.000 Euro in drei Jahren.

Für finanzielle Engpässe, die vor dem 11. März entstanden sind, gibt es keine Förderung. Die Anträge müssen bis 31. Oktober gestellt werden.

Wer die Hilfe beantragen will, muss auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums (www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona) einen Antrag stellen und per Post oder als Scan per E-Mail an die „örtlich zuständige Bewilligungsbehörde“ schicken – für Oberbayern ist das die Regierung von Oberbayern, im Internet unter www.regierung.oberbayern.bayern.de und per E-Mail unter soforthilfe_corona@reg-ob.bayern.de zu erreichen.
Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Uttings Bürgermeister Hoffmann ist Vorsitzender von "VHS Ammersee West"
Uttings Bürgermeister Hoffmann ist Vorsitzender von "VHS Ammersee West"
Aus der Zukunft in die Gegenwart - ein Projekt von dieKunstBauStelle Landsberg
Aus der Zukunft in die Gegenwart - ein Projekt von dieKunstBauStelle Landsberg
Landkreis Landsberg: Kapellentag nur virtuell
Landkreis Landsberg: Kapellentag nur virtuell

Kommentare