Aufbruchstimmung am Warmfreibad

Totgesagte leben länger. Das gilt auch für die Badgaststätte in Greifenberg. Nachdem der ehemalige Pächter zum 1. April seinen Schlüssel abgegeben hat, unterzeichneten Anne und Reinhard Klinke am Freitag im Landratsamt einen Pachtvertrag zwischen der Hardy’s Freizeit Sport & Event GmbH und dem Landkreis Landsberg. Noch in den Sommerferien soll mit der Renovierung der Gaststätte am Warmbad begonnen werden. Die Neueröffnung ist für 1. Oktober geplant.

Nun herrscht freudige Aufbruchstimmung bei Hardy’s in Greifenberg und es gibt große Pläne: „Der Pachtvertrag ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt“, erzählt Anne Klinke. In dieser Zeit sollen die vorhandenen sechs Doppelzimmer und eine Ferienwohnung vermietet und die Gasträume für Veranstaltungen genutzt werden. Vor allem aber möchten die Klinkes das zweijährige Zeitfenster nutzen, um im konstruktiven Gespräch mit dem Landkreis Landsberg und der Gemeinde Greifenberg längerfristige Optionen auszuloten. Außerdem hat das Unternehmer-Ehepaar für weitere Planungen schon einen Architekten ins Boot geholt, verschie­- dene Nutzungsvarianten werden geprüft. „Wir sind da ganz offen“, betonten die Beiden. Denkbar sei es, die Verwaltung für alle vier Hardy-Fitnessclubs in Greifenberg zu bündeln und Mitarbeiterschulungen durchzuführen. Allein am Standort Greifenberg hat Hardy in den vergangenen zehn Jahren mehr als fünf Millionen Euro investiert. Insgesamt beschäftigt die Sport und Event-GmbH rund 200 Mitarbeiter, darunter auch Auszubildende und Betriebspraktikanten für die Berufe Fitnesskauf­- mann und -ökonom. Auch eine Pension mit Gaststätte oder ein Seminarzentrum haben die Klinkes für die Zukunft in Betracht gezogen. Allerdings: Wenn sie von ihrer Lieblingsvision, einem Familien-Wellnesshotel, sprechen, beginnen die Augen von Anne und Reinhard Klinke gleichermaßen zu leuchten. Hierfür soll in Zusammenarbeit mit der Hotel- und Gaststättenberatungsgesellschaft (HOGA) ein Gesamtkonzept erarbeitet werden. Bauliche Erweiterungsmöglichkeiten sehen die findigen Unternehmer in Richtung Osten. Grundsätzlich sind sie guter Hoffnung, denn „den Landkreis Landsberg haben wir immer als fairen Partner erlebt“. Dies spiegle auch der Pachtzins für die Badgaststätte wieder, der laut Reinhard Klinke der Miete für ein Einfamilienhaus am Ammersee entspricht. Vorerst aber hoffen die beiden Sporttherapeuten, dass sie den Standort Greifenberg durch ihre unternehmerischen Ideen noch attraktiver machen können. Auch der Erhalt des Warmbades, das sich ebenso wie die Gaststätte im Eigentum des Landkreises Landsberg befindet, ist ihnen ein großes Anliegen. „Schließen ist für uns keine Lösung“, meint Reinhard Klinke, „hier braucht man ein paar gute Ideen und den Mut zu investieren.“

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