Ausbildungsmesse Landsberg

Mit "Respekt" für mehr Auszubildende

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Gerüstet für die nächste Ausbildungsmesse Landsberg (von links): Markus Wasserle, Simon Bernauer, Christine Scheffer, Michael Luppert, Jonas Pioch und Christina Olzowy.

Kaufering – „Respekt“ lautet heuer das Motto der Ausbildungsmesse Landsberg, die am 24. und 25. September wieder in drei Messehallen auf dem Sportgelände in Kaufering stattfinden wird. „Damit ist unter anderem Res- pekt vor anderen Kulturen gemeint“, sagt Organisator Markus Wasserle. Neben den rund 2000 Schülern der Mittel- und Realschulen sowie der Gymnasien im Landkreis spricht die Veranstaltung erstmals gezielt Flüchtlinge an, um ihnen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

„Wir erwarten etwa 500 Asylbewerber mit ihren Betreuern“, sagt Wasserle. Sie erhalten am ersten Messetag Gelegenheit, sich 45 Minuten vor der eigentlichen Öffnungszeit in aller Ruhe an den Ständen zu informieren. Vor allem beim Handwerk rannte Wasserle mit dieser Idee offene Türen ein. Auf dem Gelände wird es eine „Handwerksinsel“ geben, wo Interessenten einzelne Tätigkeiten aus- probieren können.

Wieder werden etwa 100 Aussteller über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsbilder und Karrierewege informieren. Wichtig ist den Veranstaltern, dass das Angebot sich nicht nur an Mittel- und Realschüler, sondern auch an Gymnasiasten richtet. Für sie hat die Ausbildungsmesse erstmals ein eigenes Konzept entwickelt und gezielt Unternehmen eingeladen, die die Möglichkeit eines dualen Studiums anbieten. Eine weitere Premiere: „Wir haben zum ersten Mal einen praktizierenden Arzt unter den Ausstellern“, freut sich Wasserle.

„Als Gymnasiast denkt man in Schritten“, weiß Jonas Pioch vom sechsköpfigen Organisationsteam. Der Schritt nach dem Abitur führt für viele an die Universität, ohne sich jedoch darüber im Klaren zu sein, dass hier unter Umständen auch Praktika und Werksemester auf dem Plan stehen. „Viele sind dann überrascht, welcher Aufwand es ist, sich so etwas neben dem Universitätsbetrieb zu organisieren“, so Pioch. Je eher man also mit passenden Unternehmen in Kontakt komme, desto besser.

Als Schirmherr hat die Ausbildungsmesse heuer den Schauspieler Florian Simbeck vom Comedy-Duo „Erkan und Stefan“ gewinnen können. Er könne die Themen Respekt und Integration überzeugend vermitteln, sind die Organisatoren überzeugt. Auch eine Kunstaktion mit einer Fotografin ist in diesem Zusammenhang geplant.

Unterdessen ist das Konzept der Landsberger Ausbildungsmesse auch andernorts erfolgreich. Das Team um Markus Wasserle organisiert die Veranstaltung mittlerweile auch in Marktoberdorf und demnächst in München-Haar. Man hofft auf zwei weitere Standorte, damit sich das ganze für die ehrenamtlichen Veranstalter auch wirtschaftlich trägt. Dann soll die Organisationsstruktur in einen Verein umgewandelt werden. Aufgrund des gestiegenen Aufwands beschäftigt das Team inzwischen eine hauptamtliche Mitarbeiterin.

Ulrike Osman

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