Wie Phönix aus der Asche

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Der 40 Jahre alte Kiosk in den Dießener Seeanlagen ist zum Abriss freigegeben. Ein Brand hat das Holzgebäude ruiniert.

Dießen – In den Seeanlagen am Dießener Dampfersteg soll ein neuer Kiosk gebaut werden. Dafür sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun einstimmig aus. Das neue Gebäude soll nur geringfügig größer werden als der alte Kiosk, der Anfang Oktober ausgebrannt war. Außerdem ist ein Anbau mit einer öffentlichen Toilette vorgesehen.

Der Brand vor zwei Monaten habe den ehemaligen Kiosk stark beschädigt, fasste Bürgermeister Herbert Kirsch zusammen. Aus Sicht der Versicherung seien lediglich die südliche und die östliche Außenwand, die Zwischenwände sowie der Boden ohne Belag sanierungsfähig und wieder zu verwenden. Vor diesem Hintergrund entschied sich das Gremium dafür, den Kiosk abreißen und in ähnlicher Weise neu errichten zu lassen. 

Die Versicherung, so Kirsch, sei bereit für die Wiederherstellung bis zu 53 422 Euro zu erstatten. Wir Kirsch mitteilte, habe auch die Städtebauförderung der Regierung von Oberbayern Unterstützung signalisiert. 100000 Euro stehen bereits als Ansatz im Jahresantrag für 2015. Schon im Januar 2015, so das Ziel, soll die neue Planung vorliegen. Nicht zuletzt, weil die Gemeinde mit der Pächterin „sehr zufrieden“ sei. In Sachen Seeanlagen teilte Kirsch außerdem mit, dass in diesen Tagen ein Planungsbüro ausgewählt und mit der schrittweisen Sanierung der Seeanlagen nach dem Rahmenplan beauftragt werden soll, der auf der Grundlage eines Planungswettbewerbs im Jahr 2008 erarbeitet wurde. 

Ganz oben auf der Prioritätenliste wird dabei die Erneuerung der Ufermauer, ein Beleuchtungskonzept und eventuell eine neue Brücke über den Mühlbach stehen. Umgesetzt wurden bereits der neue Fußgängerübergang nördlich des Bahnhofs und die Freilegung der Blickachse vom Bahnhof zum See. Auch einer Genehmigung des gewünschten Toilettenanbaus an den neuen Kiosk mit Behindertentoilette und Wickeltisch sieht das Gremium zuversichtlich entgegen. 

Das Hochbauverbot in den Seeanlagen greife zwar, aber der Neubau werde voraussichtlich nur geringfügig größer als der Bestand und für den von der Lebensmittelaufsicht geforderten Bau einer Personaltoilette habe die Schlös- ser- und Seenverwaltung bereits im Frühjahr vor dem Brand eine Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt, betonte Kirsch. Außerdem befindet sich der Kioskstandort auf einer Flurnummer, die vor wenigen Wochen per Gerichtsurteil ein- gemeindet wurde.

Ursula Nagl

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