Leeder und das billige Pflaster

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Das grobe Pflaster im kleinen Hof vor dem Rathaus wird herausgerissen und für neue Parkplätze auf der Westseite verwendet.

Fuchstal – Dort tut’s ein billiges, sprich gebrauchtes Pflaster: Wenn in der Dorfmitte von Leeder vier weitere Parkplätze an der Hauptstraße geschaffen werden, dann sollen dafür die groben Steine verwendet werden, die noch an der Einfahrt zum Rathaus verlegt sind. Noch. Denn diese Fläche wird neu gestaltet. Und zwar mit einem Belag, der für Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, geeignet ist. Dazu kommt noch ein Behinderten-WC im Anbau. Auf der Westseite des Rathauses soll eine Sitzgruppe mit einem Pflaster und einer Blumenwiese situiert werden.

Wie Bürgermeister Erwin Karg und der geschäftsleitende Beamte bei der VG Fuchstal, Gerhard Schmid, vor den Gemeinderäten erläuterten, sollen die Außenanlagen rund um das Rathaus auf Vordermann gebracht werden. Dafür kann mit 60 Prozent Zuschuss aus dem Topf der Städtebauförderung gerechnet werden. Die Kosten sind auf 270.000 Euro veranschlagt.

Beim Anbau auf der Ostseite des Hofes wird zudem das Dach erneuert. Dies kommt auch dem Theaterverein zugute, der hinter dem geplanten Behinderten-WC ein Lager für seine Requisiten hat. Südöstlich des Rathauses soll ein Behindertenparkplatz angelegt werden. Die vier Stellflächen westlich der Hauptstraße sind für Mitarbeiter und Besucher der VG Fuchstal bestimmt. Der Bürgermeister zeigte den Gemeinderäten einen Planentwurf zu den Außenanlagen, den das Architekturbüro Holzapfel skizziert hatte.

Die Außenanlagen sollen heuer ziemlich zeitgleich mit dem Innenausbau im Rathaus erfolgen. Wie berichtet, wird das Gebäude in der Mitte von Leeder energetisch saniert, barrierefrei ausgebaut und mit weiteren Büros sowie einem Besprechungszimmer im zweiten Stockwerk ausgestattet. Diese Maßnahme wird zum Großteil aus einem anderen Förderprogramm finanziert. 80 Prozent der Kosten dafür fließen aus dem KIP. Die drei Buchstaben stehen für Kommunales Investitionsprogramm. Die Kosten dafür betragen rund 450.000 Euro.

Das Stichwort KIP war für Gemeinderat Dr. Walter Reitler der Anlass nachzufragen, wann denn in der Ortschaft Seestall mit den Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Gebäuden wie der Mehrzweckhalle, dem Hoferhaus und der alten Schule in der Dorfmitte begonnen werde, die in dieses Förderprogramm fallen. Die Antwort von Bürgermeister Karg war, dass eine Umsetzung im Jahr 2019 realistisch sei. Noch sei man mit der Bestandsaufnahme am Hofer-Haus mit der alten Schule noch nicht so weit. 

Johannes Jais

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