Wahrzeichen wird saniert:

Frische Farbe fürs Rathaus

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Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass die Außenfassade des Historischen Rathauses dringend eine Sanierung benötigt – ab Montag beginnen die Arbeiten.

Landsberg – Wer die Lechstadt besucht, muss ab kommendem Montag auf eines ihrer Wahrzeichen verzichten. Denn dann verschwindet die Fassade des Historischen Rathauses auf dem Hauptplatz hinter einem Gerüst. Die ab 1719 gestaltete Wand muss dringend saniert werden und erhält einen frischen Anstrich.

Die letzte Überarbeitung erfuhr die Stuckfassade, die zu den wichtigsten profanen Schöpfungen Dominikus Zimmermanns zählt, in den Jahren 1990/91. Seither stand eine neuerliche Sanierung öfters im Raum, wurde aber immer wieder verschoben. „Jetzt ist es richtig fällig“, sagt der Referatsleiter für Technische Gebäudewirtschaft Peter Huber. Bereits vor dem Hauptplatz-Umbau wäre eine Überarbeitung geplant gewesen, jedoch habe man sich wegen der Bauarbeiten und dem damit zusammenhängenden Staub und Dreck dazu entschieden, die Maßnahme zu verschieben. Auch die Tourist-Info, die ja im Erdgeschoss des Historischen Rathauses untergebracht ist, habe darum gebeten, nicht im Sommer – in der Hauptreisezeit – mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen.

Nun hat das Landesamt für Denkmalpflege die Freigabe für die Maßnahme gegeben. Am kommenden Montag, 4. September, soll das Gerüst aufgestellt werden. In den darauffolgenden drei Monaten wird die Fassade gereinigt, der Putz wird ausgebessert und die reich bemalte Wand erhält einen frischen Anstrich. Wie lange genau das dauern wird, kann Huber nicht sagen. „Wir müssen schauen, was das Wetter jetzt macht“, so der Referatsleiter. Die stellenweise große Hitze, die im Juli und August herrschte, wäre für Anstrich und Putz eher schwierig: „Das trocknet dann zu schnell“, sagt Huber. Aber auch Temperaturen unter fünf Grad, Schnee und Frost wären für die Maßnahme problematisch. Mäßiger Regen wäre allerdings kein Problem.

Ziel ist es, laut Huber, noch im November fertig zu werden. Das Gerüst soll gemäß Pressemitteilung der Stadt voraussichtlich bis zum 1. Dezember stehen. „Auf jeden Fall wollen wir aber noch vor den Weihnachtsfeiertagen fertig sein“, betont Huber. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten liegen bei etwa 100.000 Euro. Auch mit Zuschüssen sei zu rechnen. Wie hoch diese ausfallen werden, kann Huber allerdings derzeit noch nicht abschätzen. 

Astrid Neumann

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