Dießener Töpfermarkt:

Keramik aus aller Welt

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Keramik ganz groß: Die Gemeinde Dießen lädt vom 25. bis zum 28. Mai zum Dießener Töpfermarkt in die Seeanlagen ein.

Dießen – Der Dießener Töpfermarkt ist nachweislich die größte Veranstaltung zwischen Ammersee und Lech. Traditionell findet diese Fachausstellung an vier Tagen, von Christi Himmelfahrt am Donnerstag, bis zum darauffolgenden Sonntag (25. bis 28. Mai, 10 bis 18 Uhr) statt. Seit 17 Jahren bauen die Aussteller ihre Stände in den Seeanlagen auf – seitdem aus dem ehemals Süddeutschen Töpfermarkt eine Veranstaltung der Gemeinde geworden ist, gewinnt der Markt zunehmend an Internationalität.

Seitdem ist Wolfgang Lösche Marktleiter. Ein Spross der Dießener Keramikerfamilie und Kunsthistoriker. „Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich heute immer noch hier sitze“, sagte er am Freitag bei der Präsentation des diesjährigen Programms im Rathaus. Auch Bürgermeister Herbert Kirsch, der Lösche damals angeworben hatte, hätte dies nicht für möglich gehalten und ist stolz auf den Erfolg.

350 bis 360 Bewerber gebe es jedes Jahr, die sich um einen der der begehrten Plätze auf dem Dießener Markt bewerben. „Die Messlatte ist hoch“, freut sich Lösche, „aufgenommen wird nur, wer den Markt bereichert. Wenn ein neuer Bewerber kein Foto mitschickt und nicht bekannt ist, hat er verloren.“ So einfach ist das. Oder auch nicht. Denn bei der großen Auswahl an Bewerbern hat immer nur ein Bruchteil Platz in den Seeanlagen – diesmal 160. Die Auswahl trifft eine Jury jeweils nach Ablauf der Bewerbungsfrist im Oktober.

„Immer mehr Werkstätten aus dem europäischen Ausland bewerben sich“, freut sich der Marktleiter, dem die Internationalität besonders am Herzen liegt. Ein Blick auf die Herkunft der 15 neuen Werkstätten in diesem Jahr macht dies augenscheinlich: unter anderem sind Hafner – wie der Keramiker früher bezeichnet wurde – aus England, Frankreich, Tschechien, Dänemark und den Niederlanden dabei. Das Niveau der Aussteller lasse sich auch an den Kunststudenten messen, die sich beteiligten: „Das zeichnet den Markt aus“, weiß Lösche. Es habe sich herumgesprochen, dass die Einschätzung durch das Dießener Publikum „absolut bemerkenswert“ sei.

„Dabei ist der Dießener Töpfer­markt vom Kern her noch immer ein Geschirrmarkt“, sagt Lösche. Erfreulicherweise sei das Phänomen Geschirr seit einigen Jahren wieder im Trend. Dazu passt auch die Aktion Empty Bowl, die zuletzt vor zwei Jahren auf dem Töpfermarkt durchgeführt worden war. Das Prinzip ist einfach – Werkstätten stiften kleine Schüsseln und die Dießener Wirte die Suppe dazu. Lösche will sich die nächsten Tage den Weg durch Gaststätten bahnen und „Klinken putzen“. 15 Euro soll eine gefüllte Schüssel kosten, der Erlös kommt dieses Mal dem Breitbrunner Verein Promoting Africa von Ruth Paulig zugute, der sich um Ausbildungsmöglichkeiten und Kinder aus den Slums in Nairobi (Kenia) bemüht. Ruth Paulig freute sich am Freitag in diesem Sinne sehr, dass sie damit zur Internationalität beitragen kann. 

Ursula Nagl

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