Rundum gelungener Töpfermarkt am Lech

60 Aussteller zeigten eine enorme Vielfalt an Keramikkunst

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Viel Betrieb herrschte an beiden Markttagen an den rund 60 Ständen der europäischen Künstler.
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Viel Betrieb herrschte an beiden Markttagen an den rund 60 Ständen der europäischen Künstler.

Landsberg – Schönes und Schräges, Witziges und Praktisches, in jedem Fall aber vollendetes Kunsthandwerk bot am Wochenende der 42. Süddeutsche Töpfermarkt. Bei perfektem Wetter – nicht zu heiß, aber bis zum Ende der Veranstaltung trocken – schlenderten zahllose Besucher die „Töpferallee“ zwischen Karolinenbrücke und Herkomer-Anlagen entlang und bescherten den rund 60 Ausstellern gute Umsätze. Drei unter ihnen konnten sich über den Adam-Vogt-Preis für außergewöhnliche Kunstgegenstände freuen.

18 Bewerbungen hatte die Jury für die drei Kategorien „Traditionell“, „Modern“ und „Experimentell“ bekommen. Nach einer Stunde Grübelei und intensiver Begutachtung stand fest: der Preis von je 200 Euro ging an Marta Selbach aus Schweigen in der Pfalz, Stefan Motzke aus Hohenwart (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) und Rainer Braun aus Köln.

Dass alle drei für eine Schale ausgezeichnet wurden, war Zufall, zeigte aber auch exemplarisch die Gestaltungsvielfalt, die den gesamten Markt ausmachte. Selbachs quadratisches, handbemaltes Werk mit geschwungenen Seiten erinnerte im Stil an Keramik aus dem polnischen Bunzlau, wo die Künstlerin ihre Wurzeln hat. In die Bemalung stecke sie ebensoviel Liebe wie Elan, berichtete Ehemann Michael, der den Preis stellvertretend entgegennahm. Denn Marta Selbach war zuhause leider unabkömmlich. „Unser dreieinhalbjähriger Sohn hängt gerade sehr an ihr.“ Es war bereits das zweite Mal, dass die Pfälzerin den Adam-Vogt-Preis auf dem Landsberger Töpfermarkt gewann.

Stefan Motzke, Sieger in der Kategorie „Modern“, hatte seine Steinzeugschale mit gespritztem Schachbrettdekor zusätzlich mit einem extra gedrehten Fuß versehen. Und Rainer Braun setzte bei seiner Schale erfolgreich auf eine Schichttechnik, bei der sich feine Linien durch das Porzellan ziehen – ein arbeitsintensives Verfahren, das er auch für kleine Gebrauchsgegenstände wie Rasiersets und Badaccessoires einsetzt. Und das seinen Preis hat – 35 Euro für ein Seifenschälchen hat nicht jeder locker sitzen. „Es gibt wenige Märkte, auf denen man hochpreisige Sachen verkaufen kann“, hat Braun festgestellt. „Aber sie sind eine sehr gute Kundenwerbung.“ Meistens würden danach in seinem Kölner Geschäft viele Bestellungen eintrudeln.

Dass die Töpfer aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland gern nach Landsberg kommen, bestätigte der Berliner Thomas Loebell, der über mangelndes Interesse an seinen zauberhaften Keramik-Schmuckstücken nicht klagen konnte. „Ich bin sehr gerne hier. Die Leute sind nett, und die Atmosphäre am Lech ist einfach cool.“

Zur Atmosphäre des Töpfermarkts gehört jedes Jahr auch ein musikalisches Rahmenprogramm, heuer gestaltet von den Schöffeldinger Musikanten und der 12th Street Jazz Connection, die traditionell zum Jazz-Frühschoppen am Sonntag aufspielte. Kleine Künstler konnten ihrer Fantasie beim Kindertöpfern freien Lauf lassen. Rakubrand-Vorführungen ermöglichten den Interessierten einen Blick auf diese besonders faszinierende Form der Keramikherstellung. Und selbst das Wetter bleib Ausstellern und Besuchern bis zum Schluss gewogen – zu regnen begann es zum Glück erst nach Ende des Marktes. 

Ulrike Osman

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