Im Mittelpunkt der Mensch

100 Jahre AWO - Ausstellung im Altstadtsaal

+
Christian Willwerth (AWO-Bezirksverband), Landrat Thomas Eichinger, Tanja Hipp (Leiterin AWO-Seniorenzentrum), OB Mathias Neuner, AWO-Kreisvorsitzender Helmut Schiller und Margarita Däubler (Leiterin Mehrgenerationenhaus) (von links) feierten mit vielen Gästen die Ausstellungseröffnung im Altstadtsaal.

Landsberg – Gegründet wurde die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in einer Zeit von Hunger und Armenküchen, Inflation und Arbeitslosigkeit. Heute, 100 Jahre später, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen andere, doch als Wohlfahrtsverband ist die AWO so wichtig wie eh und je. Eine Ausstellung im Altstadtsaal gibt noch bis zum 14. Juli einen Überblick über die Geschichte der Organisation und ihre Einrichtungen in der Region. Zur Auftaktveranstaltung kamen die Spitzen von Stadt und Landkreis sowie viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter.

Die AWO-Einrichtungen im Landkreis decken viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ab. Allein im Mehrgenerationenhaus sind 150 Menschen ehrenamtlich damit beschäftigt, die verschiedensten Projekte zu realisieren. Die Qualifizierung von Ehrenamtlichen zu Senior-Trainern, die ihr Erfahrungswissen gezielt weitergeben, findet ebenfalls über das Mehrgenerationenhaus statt. „Menschen werden fit gemacht im Ehrenamt“, lobte Landrat Thomas Eichinger. „Ich bin dankbar für die Zeichen von Anerkennung und Wertschätzung, die von der AWO ausgehen.“ Dies vor allem in einer Zeit, da der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält, nicht immer so fest sei. Auf Solidarität seien die Menschen jedoch heute wie damals angewiesen, selbst wenn man sich in Notzeiten leichter helfe als in wirtschaftlich prosperierenden Verhältnissen.

Neben dem Mehrgenerationenhaus und dem Seniorenzentrum in der Lechstadt betreibt die AWO im Landkreis verschiedene Kinderbetreuungseinrichtungen – darunter die offene Ganztagsschule in Denklingen, den Kinderhort Seestrolche in Utting, die Kindertagesstätte Sonnenkäfer in Kaufering und den Kindergarten Sonnenstrahl in Landsberg – sowie sozialtherapeutische Angebote und den Seniorenwohnpark in Dießen. Zum AWO-Spektrum gehört auch eine Fachstelle für pflegende Angehörige, die den Familien von Pflegebedürftigen mit Rat und Tat zur Seite steht – beziehungsweise mit Herz und Hand, wie Kreisvorsitzender Helmut Schiller das AWO-Engagement charakterisierte. „Im Mittelpunkt steht immer der Mensch.“ Für 300 hauptamtlich Beschäftigte ist die AWO Arbeitgeber.Noch einmal so viele helfen ehrenamtlich mit.

Dass der von der Sozialdemokratin Marie Juchacz gegründete Wohlfahrtsverband im Laufe seiner Geschichte wesentlich zur Professionalisierung sozialer Arbeit beigetragen hat, würdigte Christian Willwerth vom Bezirksverband. Auch habe die AWO daran mitgewirkt, aus wohltätigen Spenden Rechtsansprüche zu entwickeln und damit einen wesentlichen Beitrag zur Demokratisierung geleistet. „Heute hilft der Staat in der Not. Soziale Hilfe ist nicht mehr dem Zufall überlassen.“

Die Stadt ist nach den Worten von OB Mathias Neuner froh über die AWO-Einrichtungen vor Ort. Pflegeheim und Kindergarten würden vorbildlich geführt. „Die AWO ist aus der Stadt nicht wegzudenken.“

Ulrike Osman

Auch interessant

Meistgelesen

Bayerische Landesausstellung 2024 kommt nach Landsberg
Bayerische Landesausstellung 2024 kommt nach Landsberg
Über 100 Pferde beim Uttinger Leonhardi-Ritt gesegnet
Über 100 Pferde beim Uttinger Leonhardi-Ritt gesegnet
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Petition für barrierefreien Umbau des Kauferinger Bahnhofs
Petition für barrierefreien Umbau des Kauferinger Bahnhofs

Kommentare