Container statt Internat

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Nachdem das dortige Internat umgebaut wird stehen Wohncontainer am Agrarbildungszrentrum. Weitere kommen bald für auswärtigen Berufsschüler dazu.

Landsberg – Neues Containerdorf? Weil an den Beruflichen Schulen Landsberg (BSL) auswärtige Schüler unterrichtet werden, muss der Landkreis eine Übernachtungsmöglichkeit stellen. Bisher war diese das Internat des Agrarbildungszentrums (ABZ). Weil es aber saniert wird, kommen nun Wohncontainer ins Gespräch.

Weil das Internat des ABZ saniert wird, muss der Landkreis eine Alternative für die auswärtigen Berufsschüler finden. Somit wird das ABZ im Januar Wohncontainer im Innenhof aufstellen. Das zumindest schien die einzige mögliche Lösung. Sowohl in Seniorenheimen, Kinderheimen oder dem Internat St. Ottilien gab es keine Kapazitäten für die auswärtigen Berufsschüler. Mit der Sprengelregelung für Lkw-Mechatroniker müssen diese Auszubildenden teilweise weit zu ihrem Berufsschulunterricht anreisen. Auch auszubildende Lagerlogistiker müssen seit dem vergangenen Schuljahr vermehrt untergebracht werden.

Bislang wohnten die Schüler dann im ABZ-Internat. Dieses Wohnheim bietet aber ab Januar nicht mehr ausreichend Platz, da es saniert werden muss. „In den letzten Mo­- naten wurde intensiv nach Alternativen gesucht“, erklärte Kim Naths von der Schulverwaltung des Landkreises im Kreisausschusses. Möglich schien zunächst eine Nutzung des Internats in St. Ottilien. „Aber Pater Vianney Meister leitet es komplett alleine, das ist quasi eine One-Man-Show.“ Auch schied das Kloster der Dominikanerinnen aus: „Knackpunkt war, dass die Schüler hier keinen eigenen, geschlossenen Bereich hätten. Sie wären im gleichen Trakt gewesen wie die Schwestern“, so Naths. Und das sei von der Heimaufsicht der Regierung von Oberbayern nicht vorgesehen. Zudem hätten die Schüler im Kloster keinen eigenen Aufenthaltsraum – ein weiteres K.o.-Kriterium für die Heimaufsicht, welche die Betriebserlaubnis nicht erteilte.

Daraufhin hatte das ABZ angeboten, auf seinem Innenhof 32 provisorische Übernachtungsplätze in Containerbauweise zur Verfügung zu stellen. „Die Auslastung ist aber noch nicht ganz klar“, betonte Naths. Durchschnittlich wurden beispielsweise im vergangenen Schuljahr 28,7 Schüler untergebracht. Deswegen könnten auch die Kosten für den Landkreis noch nicht genau berechnet werden, es entstünden aber rund 140000 Euro an einmaligen Kosten. Hinzu kommen pro Belegungsmonat rund 6230 Euro an laufenden Kosten.

Für die vorübergehende Container-Alternative sprach sich der Kreisausschuss einstimmig aus. Monika Groner (GAL) schlug vor, in der nächsten Kreistagssitzung Bilder und Baubeschreibungen anzusehen. „Man kann sich ja sonst unter diesen Containern oder Wohnmodulen nichts vorstellen.“

Janina Bauch

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