Antennen optisch anpassen

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„Ausnahmsweise“: Die Mobilfunkantennen auf dem AWO-Seniorenzentrum in der Lechstraße dürfen bleiben

Landsberg – Die umstrittenen Mobilfunkantennen auf dem Dach des AWO-Seniorenheims dürfen stehenbleiben, müssen aber optisch besser an die Umgebung angepasst werden. Dafür entschied sich jetzt mit deutlicher Mehrheit der Landsberger Stadtrat.

Für die zwei Anlagen ist keine Baugenehmigung erforderlich, die nötige denkmalschutzrechtliche Erlaubnis wurde von den beiden Unternehmen aber nie eingeholt. Die „Deutsche Funkturm GmbH“ hatte jetzt in ihrer Stellungnahme davor gewarnt, dass die Altstadt künftig „unterversorgt“ sei, falls sie ihre Antenne abbauen müsste. Ähnlich dramatisch sah „Vodafone“ die Lage. Bereits jetzt könne man durch die geringe Höhe nicht überall telefonieren.

Das ließ einige Stadträte hellhörig werden. Es werde „auf die technische Tränendrüse gedrückt“, so Reinhard Skobrinsky (BAL), der davor warnte, einen Präzedenzfall für andere Unternehmen zu schaffen. „Wir genehmigen hier nachträglich einen Schwarzbau.“ Auch er folgte dann aber dem Vorschlag, lediglich die Verkleidungen abnehmen und die Antennen in einer unauffälligen Farbe streichen zu lassen, nachdem Claus Müller von Verwaltungsseite signalisierte, dass man die Tür nicht für Nachahmer öffnen würde. „Ich werde in die Begründung sehr genau hineinschreiben, warum das nur in diesem Fall ausnahmsweise genehmigt werden konnte.“

Peter Huber vom Bauamt sieht für die Unternehmen auch kein Problem darin, die Verkleidungen zu entfernen: „Die haben ja sowieso nur den Zweck, es als Kamin zu verkaufen.“

Christoph Kruse

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