30 Millionen durch Touris

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Elke Malura (links, Kulturbüro Landsberg) und Axel Flörke (rechts, Kulturreferent) stellten den neuen Flyer für Landsberger Stadtführungen vor.

Landsberg – Die Beliebtheit der Lechstadt bei Touristen ist weiterhin ungebrochen hoch. Das schlägt auch auf die Buchung von Stadtführungen durch, wie Axel Flörke, 3. Bürgermeister und Kulturreferent der Stadt, zufrieden feststellt. Seinen Berechnungen zufolge sei der Tourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Landsberg.

Minimal 29 Millionen, maximal 46 Millionen Euro: So hoch sei laut Flörke der Brutto-Umsatz, wenn man eine Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit den Statistiken der Landsberger Tourist-Info verknüpfe. Die Variable an der Berechnung seien die Tagestouristen – deshalb die beiden divergenten Rechnungsansätze. „Wenn man den Mittelwert bildet, kann man die Aussage treffen, dass mehr als 30 Millionen Euro Umsatz mit dem Tourismus gemacht werden“, so Flörke. Der Kulturreferent, der selbst einige Touristen-Gruppen durch die Stadt führt, hat zudem mehrfach die Erfahrung gemacht: „Meist nimmt ein Teil einer Gruppe an der Führung teil, der Rest geht lieber bummeln.“ Favorisierte Ziele seien dabei aber nicht etwa die großen Ketten, sondern insbesondere die kleinen Geschäfte, von denen die Innenstadt eine Vielzahl biete.

Rückblickend auf die Stadtführungen 2016 berichtet Flörke: „Insgesamt wurden 776 Führungen durchgeführt, 11 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Den Löwenanteil würden die 583 Gruppenführungen, separat gebuchte Touren, ausmachen: Dort könne die positive Veränderung im Vergleich zum Vorjahr sogar auf 27 Prozent beziffert werden. Limitierender Faktor seien derzeit die Stadtführer. „Da haben wir die Grenze langsam erreicht, sind aber bereits an der Ausbildung neuer dran.“

Am Programm gibt es heuer kleine Änderungen: Neu dabei ist eine Führung zu historischen Landsberger Frauen, beispielsweise Gattinen ehemaliger Bürgermeister. Außerdem sind musikalische Spaziergänge, davon einer im Advent, im Programm. Letztes Novum ist die Besichtigung der Europäischen Holocaust Gedenkstätte unter der Leitung von Manfred ­Deiler. „Endlich können wir das Dritte Reich wieder in die Führungen miteinbeziehen“, freut sich Flörke.

Ausbaufähig sieht der Lehrer des Ignaz-Kögler-Gymnasiums noch Führungen für Schulen. Die Inhalte würden sich an den jeweiligen Lehrplan anpassen lassen und schließlich könne eine Stadtführung sogar „mehr Wert sein als eine Stunde Unterricht.“ Durchgeführt werden die Schülertouren künftig auch von Elke Malura, die das Kulturbüro und die Tourist-Info personell verstärkt.

Ein neuer Flyer für das Programm 2017 ist bereits herausgegegen: „Professioneller und ansehnlicher als der letzte“, beschreibt Flörke den achtseitgen Faltplan, der Touristen in der Lechstadt die zahlreichen Angebote schmackhaft machen sollte.

Marco Tobisch

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