Babys herzlich willkommen

Die Diplomsozialpädagoginnen Gisela Lifka und Angelika Kische-Genitheim präsentierten mit Sparkassenvertreter Stephan Sieg die neue Baby-Willkommen-Tasche. Foto: Peters

Dass der Storch die Kinder bringt, darf getrost in das Reich der Fabeln verwiesen werden. Als witziges Motiv eignet sich die Mär dann aber doch, dachte man sich wohl bei der Koordinierungsstelle frühe Kindheit (Koki), als es um die Illustration der neuen Baby-Willkommens-Tasche ging. Und so ziert nun ein säuglingtragender Storch den orangefarbenen Beutel, der künftig allen frischgebackenen Eltern im Landkreis im Rahmen eines Hausbesuchs überreicht werden soll.

Der Baby-Besuchsdienst ist das neueste Projekt der im letzten Jahr im Landratsamt eingerichteten Koki-Stelle. Eltern sollen künftig acht Wochen nach der Geburt einen Brief erhalten, in dem der Besuch der Koki-Mitarbeiterinnen angekündigt wird. „Bis dahin haben sich die meisten daheim wieder eingelebt und sich die ersten Probleme gezeigt“, erklärte Peter Rasch, Leiter des Amts für Jugend und Familie, bei der offiziellen Vorstellung. Diese könnten dann im Gespräch direkt angesprochen werden, sagte Gisela Lifka. Die Diplomsozialpädagogin, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Angelika Kische-Genitheim die Koki-Stelle betreut, sieht den Hausbesuch vor allem als präventive Maßnahme. „Wir wollen die Eltern über die bereits bestehenden, vielfältigen Angebote im Landkreis informieren. Viele wissen gar nicht, wohin sie sich wenden können.“ Durch den aufsuchenden Charakter des Projekts würden zudem Familien erreicht, die sich sonst nicht an eine Beratungsstelle gewandt hätten. Für Lifka ist der neue Besuchsdienst eine Ergänzung des bestehenden Angebots. Schon jetzt stünden Eltern mit den Elternbriefen, der Familienfibel, oder dem Landsberger Eltern-ABC vielfältige Informationsmöglichkeiten offen. Bis zu fünf Beratungstermine können Eltern in Anspruch nehmen, die Besuche der Koki-Mitarbeiterinnen sind freiwillig und unterliegen der Schweigepflicht. Arbeit dürften Lifka und Kische-Genitheim dennoch genug haben: Allein im vergangenen Jahr zählte das Landsberger Klinikum 423 Erstlingsgeburten. Was genau sich in der von der Sparkasse Landsberg gesponserten Willkommenstasche verbirgt, wollten die Pädagoginnen nicht verraten. „Das ist eine Überraschung.“

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