Badestelle St. Alban:

Schluss mit lustig: Das Dießener Schwimmfloß ist weg!

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Das Schwimmfloß in St. Alban wurde entfernt. Die Wasserwacht schob es zum Ufer, von wo es auf den letzten Metern trotz Manpower von Bürgermeister Herbert Kirsch (blaues Shirt) stecken blieb. Mit schwerem Gerät schaffte es schließlich der Bauhof.

Dießen – Wenn jetzt die Bade­saison in St. Alban richtig losgeht, werden sicher viele Besucher das beliebte Schwimmfloß beim Wasserwacht-Steg vermissen. Nachdem das idyllische Strandbad am West­ufer in ein „Freizeitgelände mit Badestelle“ ohne Eintritt und Aufsicht umgewandelt wurde, musste die Marktgemeinde neben der Rutsche auch das Floß wegen möglicher Unfallgefahren entfernen.

Diese Aufgabe übernahm die Dießener Wasserwacht, wobei Bürgermeister Herbert Kirsch kräftig assistierte. Nachdem die Verankerung gelöst war, schob das „WaWa-Motorboot“ das Floß zum Ufer, wo es ein Traktor an Land ziehen sollte. Die acht Tonnen Gewicht waren aber zu schwer, so dass der Bauhof mit schwerem Gerät anrücken musste. Im Bauhof wurde das Floß schließlich fachmännisch zerlegt und entsorgt. Bei der Floßentfernung war übrigens wieder mal die „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens mit einem Kamerateam dabei. Bürgermeister Herbert Kirsch und Wasserwachtchefin Andrea Wessely wurden zum heiklen Thema „Unfallgefahren und -haftung in Gemeinde­bädern“ interviewt.

Die Marktgemeinde hatte noch versucht, das Floß mit einer ganz anderen Zweckbestimmung zu erhalten: als Brutfläche für Vögel im Naturschutzbereich. Geschäftsleiter Karl Heinz Springer wurde diesbezüglich bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt und beim Landesbund für Vogelschutz vorstellig. Leider mit einem ablehnenden Bescheid. Die fünf mal fünf Meter große Plattform biete brütenden Vögeln weder Schutz noch Tarnung für Beutegreifer.

In der Nachbargemeinde Utting sieht man die Unfall- und Haftungsproblematik entspannter. Statt eines Floßes gibt es vor dem dortigen Strandbad ein Badekreuz, das nicht entfernt wird. Es dient Baderatten zum Ausruhen, bevor sie wieder zurück ans Ufer schwimmen. Unfälle habe es laut der Verwaltung hier noch nie gegeben; deshalb kann das Kreuz auch bleiben.

Dieter Roettig

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