Bärbel Wagener-Bühler möchte Kauferings Bürgermeisterin werden

Tritt Wagener-Bühler in Vaters Fußstapfen?

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Bärbel Wagener-Bühler, Tochter von Altbürgermeister Dr. Klaus Bühler, hat klare Vorstellungen, wie sie Bürgermeisteramt in Kaufering ausfüllen würde.

Kaufering – Bärbel Wagener-Bühler ist die Kandidatin der „Kauferinger Mitte“ für das Bürgermeisteramt. Als vierte Kandidatin tritt sie am 4. März 2018 gegen Gabriele Uitz (CSU), Thomas Salzberger (SPD) und Andreas Keller (GAL) an. Wagener-Bühler ist die Tochter von Altbürgermeister Dr. Klaus Bühler.

Die Nominierung kommt relativ spät. Damit sind auch die Spekulationen beendet, wer für die „Kauferinger Mitte“ (KM) antritt. Manfred Huber, Fraktionsvorsitzender der Wählervereinigung, stellte die in München lebende Juristin vergangene Woche in der Lechauhalle der Presse vor. Huber betonte, er habe lange mit sich gerungen, ob er selbst seinen Hut in den Ring werfen solle. Er sei aber von seiner Berufsausrichtung zu stark IT-lastig. Mit Bärbel Wagener-Bühler habe die KM eine „optimale Kandidatin“ für das Bürgermeisteramt gefunden.

Bärbel Wagener bringe als Volljuristin die richtige Qualifikation mit, sagte Huber. Sie lebe und arbeite zwar in München, kenne aber Kaufering aus ihrer Jugend. Die KM sei der Meinung, das sei genau der richtige Mix für einen „Neuanfang nach Augenmaß“. Dazu komme, dass Bärbel Wagener-Bühler mit ihren Zusatzqualifikation als Mediatorin und Coach sowohl im Gemeinderat als auch im Rathaus wieder für ein gutes Arbeitsklima sorgen könne. Ende Dezember soll sie endgültig in einer (nichtöffentlichen) Aufstellungsversammlung bestätigt werden.

Die 44-jährige Kandidatin hat an der Universität Augsburg Rechtswissenschaften studiert und nach dem 2. Staatsexamen weitere Rechtskenntnisse an der Universität in Kapstadt erworben. Sie sagte von sich, das Verständnis von Gesetzen und der sichere Umgang damit sei eine wesentliche Voraussetzung für die tägliche Arbeit eines Bür­ger­meisters. Das ermögliche es nicht nur, rechtssicher zu arbeiten, sondern auch passgenaue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und kompetent die Zukunft Kauferings zu gestalten.

Die Bürger der Marktgemeinde können Bärbel Wagener-Bühler bei den beiden geplanten Podiumsveranstaltungen kennenlernen, zu denen alle vier Kandidaten zugesagt haben.

Die 44-Jährige hat klare Vorstellungen, wie sie ihr Amt im Falle einer Wahl ausfüllen wird. Ein ganz wichtiges Thema ist für sie die Schaffung von Wohnraum. Beim Neubau des Feuer­wehrhauses favorisiert Bärbel Wagener-Bühler den bisherigen Wertstoffhof als neuen Standort. Zeitgleich könne man in diesem Zusammenhang mit der Neugestaltung der B17 alt nachdenken. Im Themenbereich Verkehr und Mobilität hat die Juristin eine Reihe von Ideen, die auch die Radfahrer mit einschließt.

Als alleinerziehende Mutter will sich die Bürgermeisterkandidatin für moderne Schulen und Kindergärten einsetzen. Das stark sanierungsbedürftige Kinderhaus Don Bosco sollte gleich neu gebaut werden, sagte Wagener-Bühler. Am Herzen liegt ihr auch, dass die Betreuungseinrichtungen für die Kinder elterngerechte Öffnungszeiten erhalten. Es müsse Gruppenangebote geben, die morgens schon sehr früh buchbar sind, ebenso wie Gruppenangebote, die länger offen haben und den Arbeitszeitmodellen der Eltern entgegenkommen.

Ort der Hilfe

Die Gemeindeverwaltung stellt sich die Kandidatin als modernes, serviceorientiertes und bürgerfreundliches Zentrum vor. „Das soll ein Ort sein, an dem den Bürgern geholfen wird“. Transparenz und eine gute Kommunikation mit dem Bürgern sind für Wagener-Bühler selbstverständlich. Und im Sozialbereich müsse Kaufering gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung daran denken, für ausreichende Hospiz- und Palliativplätze zu sorgen.

„Mir ist es wichtig, dass Schulden kontinuierlich abgebaut werden und mit Geld sorgsam umgegangen wird“, sagte die Juristin, die derzeit bei der Stadt München als Gesundheitsmanagerin im Rathaus arbeitet. Dass heiße aber nicht, dass man nicht investieren solle. Wichtig sei, dass Gegenwerte geschaffen würden und dass Geld nicht nur verkonsumiert werde. Last but not least sei ihr auch die Erinnerungsarbeit wichtig.

Die Kauferinger Mitte will das komplette Wahlprogramm von Bärbel Wagener-Bühler in Kürze auf ihrer Homepage online stellen.

Siegfried Spörer

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