Übergang aufgeben

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An dieser Stelle östlich von Asch soll laut Ansinnen der Bahn auf den Übergang am Gleis verzichtet werden.

Fuchstal – Mit der Forderung der Deutschen Bahn, auf der Linie zwischen Landsberg und Schongau am Gleis nördlich der Staatsstraße von der B 17 nach Asch einen Übergang aufzulassen, hat sich die Gemeinde Fuchstal zu befassen. Neulich besichtigten die Räte des Bauausschusses vor Ort die Situation.

Landwirte und Jagdgenossen seien dagegen, ließ Bürgermeister Erwin Karg durchblicken. So könnten Bauern ohne Einbiegen auf die Staatsstraße direkt zu ihren Feldern gelangen, lautet ein Argument. Der Übergang befindet sich auf Kilometer 10,82; gezählt wird dabei ab dem Landsberger Bahnhof. Das ist gut 200 Meter nördlich der Staatsstraße, die von der B 17 beim Römerkessel abzweigt und über Asch ins Ostallgäu führt.

Schon ein halber Kilometer weiter nördlich befindet sich der nächste Bahnübergang. Dort verläuft der im Sommer 2015 fertiggestellte Radweg von Seestall nach Asch und kreuzt die Gleise.

Auf der so genannten Fuchstalbahn verkehren Güterzüge der Augsburger Localbahn, die schwere Fracht von Augsburg nach Schongau bringen bzw. in umgekehrter Richtung unterwegs sind. Das sind am Tag vier bis fünf Züge. Für das Streckennetz ist aber die Deutsche Bahn verantwortlich. Die sieht eine potenzielle Unfallgefahr an solchen ungesicherten Übergängen und verweist zudem auf die psychologische Belastung für Lokomotivführer, wenn sie nicht erkennen können, ob z.B. ein Traktorfahrer den Zug kommen sieht bzw. hört.

Auf einer der nächsten Gemeinderatssitzungen werden sich die Fuchstaler Räte nochmals mit dem Thema befassen. Wie berichtet, drängt die Deutsche Bahn einige Kilometer weiter südlich darauf, dass die Gemeinde Denklingen einen der beiden Übergänge innerhalb der Ortschaft aufgibt (entweder an der Kreisstraße LL 17 Richtung Firma Hirschvogel oder an der LL 16 Richtung Schongau/Epfach). Die Alternative sei, dass die Kommune, wenn sie auf einem zweiten besteht, die Kosten für die technische Sicherung mit Schranken selbst übernimmt. Dagegen wehrt sich die Gemeinde. Eine Entscheidung steht noch aus. 

Johannes Jais

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