Neues Gastro-Duo in St. Alban

Bali-Flair am Ammerseestrand

neue Pächter in St. Alban
+
Vorfreude auf die Badesaison bei der Unterzeichnung der Pachtverträge für die Kioske: (sitzend von links) Marcus Thaler und Michaela Horvat (Seepavillon Riederau) mit Bürgermeisterin Sandra Perzul. Dahinter (von links) Tobias Lux, Geschäftsleiter Karl Heinz Springer und Bado Schleifenbaum (Strandbad St. Alban).
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
    schließen

Dießen – Mit der Umwidmung der gemeindlichen Strandbäder St. Alban und Riederau zu „Freizeitgeländen mit Badestellen“ ohne Eintritt und Aufsicht mussten jetzt mit der fälligen Neuverpachtung der Kioske auch die Verträge entsprechend angepasst werden. Elf Bewerbungen gingen nach der Ausschreibung im Dießener Rathaus ein, darunter auch von den bisherigen Betreibern Frank Seiffert (Strand-Café St. Alban) und Michaela Horvat (Seepavillon Riederau).

Während Horvat mit ihrem erweiterten Konzept überzeugte und heuer in ihre sechste Riederauer Sommersaison starten darf, gibt es in St. Alban einen Pächterwechsel. Der Marktgemeinderat entschied sich in nichtöffentlicher Sitzung für das Gastronomen-Duo Tobias Lux (42) und Bado Schleifenbaum (28). Ihr Exposé stieß auf breite Zustimmung des Gremiums, das sich für eine langfristige Zusammenarbeit entschied.

Zur offiziellen Unterschrift der Pachtverträge hatten Bürgermeisterin Sandra Perzul und Geschäftsleiter Karl Heinz Springer jetzt das Duo sowie Michaela Horvat und ihren Mann Marcus Thaler ins Rathaus eingeladen. Sandra Perzul freute sich, dass es mit der Verlängerung des Ehepaars Horvat-Thaler einerseits Beständigkeit in Riederau gebe, andererseits aber mit den neuen Pächtern frischer Wind nach St. Alban käme.

Eine neue Küche

Zuviel wollten die beiden Gastro-Profis noch nicht verraten. Auf jeden Fall werden neben einer neuen Küche das Kioskgebäude und die große Terrasse bis zum Saisonstart optisch umgestaltet – und zwar in Richtung „mediterran mit Bali-Flair“.

Auf die Speisekarte kommen neben den für ein Kiosk blichen Standards wie Curry-Wurst und Pommes leckere Salate und auch vegane Gerichte. Sogar Steckerlfisch will man an den Wochenenden anbieten. Die Getränkeauswahl wird mit trendigen Cocktails ergänzt, damit man laue Sommerabende stimmungsvoll ausklingen lassen kann. Dazu gibt es „Liegestühle for free“, wie Bado Schleifenbaum verrät.

Um 22 Uhr ist Zapfenstreich. Ein Sicherheitsdienst wird hier wie auch in Riederau dafür sorgen, dass die Nachtruhe eingehalten wird. Schließlich liegt in unmittelbarer Nachbarschaft das Kinderheim St. Alban. Die dortigen Schwestern sperren um fünf Uhr morgens das Freizeitgelände auf, damit sich Frühbader auf dem Weg zur Arbeit schon erfrischen können.

St. Alban kein Neuland

Lux und Schleifenbaum betreten kein Neuland am Ammersee. Sie betreiben in Murnau die „Bucht 27“, den angesagtesten Kiosk am Staffelsee. Hier verfügen sie über „ein eingeschworenes Team, das den Laden optimal schmeißt.“ Denn die Beiden wollen sich jetzt voll auf St. Alban konzentrieren.

Schleifenbaum hat zehn Jahre in Dießen gelebt und Bootsbauer gelernt. Danach hat er in Betrieben wie Strandbädern, im Catering und in der Eventgastronomie sein Geld verdient. Hier lernte er seinen Partner Tobias Lux aus Tutzing kennen. Er ist verheiratet – „Sogar im Dießener Rathaus“ –, hat drei Kinder und durchlief einst eine kaufmännische Ausbildung im Lebensmittelbereich. Damit landete er im vertrieblichen und gastronomischen Umfeld sowie im Eventbereich. Die Chemie stimmte zwischen den Beiden, sodass sie mit der „Bucht 27“ den Sprung in die Selbständigkeit wagten.

Zur ihren Pflichtaufgaben in St. Alban gehört neben der Kiosk-Gastronomie mit Selbstbedienung auch die Rasenpflege und die Sauberhaltung von Gelände und Gebäuden. In Riederau ist hier Horvat-Ehemann Marcus Thaler zuständig, „die graue Eminenz im Hintergrund“, wie er sich scherzhaft bezeichnet. Er hat „auf alles ein Auge“, ebnet Maulwurfhügel ein oder sorgt für blitzsaubere Sanitäranlagen. Seine Frau, seit elf Jahren in der Gastronomie tätig, ist schon vor Saisonbeginn fleißig. An schönen Tagen gibt es im Seepavillon Corona-bedingt Kaffee und Kuchen „to go“. Die siebzehn Bänke in der neu erweiterten Seeanlage Riederau sind dann voll besetzt mit langjährigen Freunden ihres Seepavillons. Berühmt ist Horvarts vielfältige Frühstückskarte, die in normalen Zeiten schon ab neun Uhr früh für Andrang sorgt.

Noch geschlossen

Die Freizeitflächen und Liegewiesen in St. Alban haben übrigens noch Winterpause. Trotz dem Wunsch einiger Bürger, die Gelände ganzjährig zugänglich zu machen, entschied sich der Marktgemeinderat dagegen. Man befürchtete, dass die Liegeflächen dann zu Hundewiesen mit unschönen Hinterlassenschaften missbraucht werden. Man wollte auch Vandalismus auf den Spiel- und Sportplätzen vorbeugen.
Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Landsberg: Inzidenz schwankt, bleibt aber weit über 100
Corona im Landkreis Landsberg: Inzidenz schwankt, bleibt aber weit über 100
Landsberg: Exhibitionist festgenommen
Landsberg: Exhibitionist festgenommen
41-Jährige stirbt nach schweren Unfall bei Issing
41-Jährige stirbt nach schweren Unfall bei Issing

Kommentare