28 Ballverluste kosten den Sieg

Dass die Heimerer Schulen Basket Landsberg die Rattelsdorf Independents nicht unterschätzen sollten, war allen Verantwortlichen und Spielern in Landsberg klar. Und tatsächlich hat es für die Lechstädter nicht zum Sieg beim Gastspiel in Oberfranken gereicht. Mit 100:105 mussten sich die HSB gegen die aufstrebenden Rattelsdorfer geschlagen geben, die damit den achten Heimsieg in Folge einfuhren. Landsberg bleibt zwar auf dem vierten Tabellenplatz, Verfolger Ansbach kommt jetzt aber noch näher.

Grund für die Niederlage war vor allem ein schwaches 2. Viertel. In dieser Phase verteidigten die Gastgeber stark und erzwangen so einen Großteil der Landsberger 28 Ballverluste. Was sich außerdem wie ein roter Faden durch die Partie zog, war Jason Bouchers Wurfpech von jenseits der Drei-Punkte-Linie: lediglich zwei seiner zwölf Versuche fanden ihr Ziel. Doch zum Glück lieferte Youngster Lukas Klocker (20 Punkte) seit langem mal wieder ein super Spiel ab. Dank seiner Athletik konnte er der sehr schnellen und intensiv geführten Partie seinen Stempel aufdrücken und erzielte so 13 der ersten 15 HSB-Punkte. Doch dann schlug Rattelsdorf mit fünf Dreiern zurück und zog im zweiten Viertel dann bis zum 65:50-Pausenstand davon. In der Kabinenansprache stellte HSB-Coach Sascha Kharchenkov seine Mannen dann nochmal auf das unkonventionelle, sehr offensiv ausgerichtete Spielsystem der Gastgeber ein – mit Erfolg. Landsberg holte angeführt vom überragenden Jeremiah Lawrence (32 Punkte, 20 Rebounds) Punkt für Punkt auf. Das dritte Viertel ging mit 21:14 an die HSB und auch den Schlussabschnitt konnte man mit 29:26 für sich entscheiden. Dennoch sollte das am Ende nicht reichen. 17 Sekunden vor Schluss lag Landsberg nur noch mit drei Zählern zurück, als Fabian Kirchhoffs Dreier-Versuch sein Ziel verfehlte. Auf der Gegenseite behielten die Rattelsdorfer die Nerven und verwandelten die entscheidenden Freiwürfe zum 105:100-Endstand. Am kommenden Samstag nun kommt es zum absoluten Schlagerspiel der Saison. Die Heimerer Schulen Basket Landsberg empfangen den Lokal- und Dauerrivalen BG Leitershofen/Stadtbergen, der jüngst mit einem 114:90-Erfolg gegen Telemotive München den Aufstieg in die ProB perfekt gemacht haben. Da die Augsburger ein schweres Restpro- gramm haben, könnte ihnen Leipzig zwar noch im Kampf um die Meisterschaft gefährlich werden, dennoch werden die „Red Kangaroos“ wohl befreit vom größten Druck und doch topmotiviert aufspielen, während es für Landsberg noch um Platz 4 in der Tabelle geht. Derbytime Auf die HSB wartet eine extrem starke Mannschaft, die von den Amerikanern Joshua Rudder und Devin Uskovski angeführt wird. Mit Jonathan Genck, dem ehemaligen Landsberger Dominik Veney und Sebastian Montag punkten außerdem drei weitere Leitershofener im Schnitt zweistellig. Und auch von der Bank kommt starkes Personal: So wühlt beispielsweise der aus Landsberg stammende ehemalige Bundesligaspieler Mario Matic für die BG unter den Körben. Dass die Lokalrivalen aber nicht gänzlich unschlagbar sind, zeigte schon das Hinspiel, das Landsberg zwar mit 91:80 verlor, doch damals spielte Boucher nach einem harten Foul unter Schmerzen und war in seiner Spielweise gehemmt. Beide Mannschaften werden sich wohl nichts schenken, wenn es am Samstag ab 19.30 Uhr im Landsberger Sportzentrum heißt: Derbytime!

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