Die Bank macht den Unterschied

Gegen Kissingen vor einer Woche noch obenauf (Bild), hatten Andreas Lerch (rechts) und der TSV Landsberg am Wochenende gegen Friedberg II diesmal das Nachsehen. Foto: Krivec

Mit stark dezimierten Kader mussten die Handballer des TSV Landsberg am Wochenende eine deutliche Niederlage einstecken. Der Landesligist verlor bei der starken zweiten Mannschaft des TSV Friedberg mit 26:37 Toren.

Nur kurz hatte es so ausgesehen, als könnten die Landsberger ihr Verletzungspech los werden. Aber nun zog sich Christian Eisen im Training einen Bänderriss zu, Severin Bartl und Sandor Schmid laborieren schon länger an ihren Blessuren und beim Aufwärmen musste auch noch Mathias Schuberth passen, seine Muskelprobleme waren doch nicht überstanden. Alexander Neumeyer konnte angeschlagen nur Kurzeinsätze absolvieren, und Alex Neubauer hilft ohne regelmäßiges Training eh nur aus. Da nutzte es wenig, dass man mit dem neu dazu gekommenen Tilman Alex Koch zum ersten mal einen dritten Torhüter aufbieten konnte. So zeigten die gut besetzen Friedberger von Beginn an ihre Stärken und legten mit dynamischem Tempohandball gleich auf 4:1 vor (5:5). Doch dann stabilisierten sich die Landsberger und hielten gut mit. So konnten sie auf zwei Tore verkürzen (5:7/ 12.). Erst als Trainer Müller seinen Stammkräften Pausen gönnen musste, setzten sich die Gastgeber weiter ab (9:16/23.). Jeden Landsberger Fehler bestraften sie gnadenlos und nutzen ihre Chancen konsequent. Als dann bei den Gästen wieder die erste Sechs auf dem Feld stand, gelang es den Abstand bis zur Pause wieder zu verkürzen (13:18). In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Landsberg konnte in der Stammformation mithalten, teilweise sogar verkürzen, hatte aber auf die Dauer einfach eine zu dünn besetzte Bank , die Außen etwa mussten ganz durchspielen. Beim Stand von 18:25 Mitte der zweiten Hälfte ließen dann bei den Gästen die Kräfte massiv nach. Friedberg zeiget sich weiter konsequent in der Chancenverwertung und zog auf 31:18 davon. Aber aufgeben gab es bei den Landsbergern nicht, sie fingen sich in den letzten zehn Minuten wieder, hielten den Abstand und konnten ihn sogar noch um eine paar Tore zum Endstand von 26:37 verkürzen. „Friedberg war heute bärenstark, meiner Meinung nach sogar noch besser wie Simbach sich bei uns präsentiert hat,“ zeigte sich nach dem Spiel der Landsberger Trainer Hubert Müller beeindruckt. „Dem hatten wir mit unseren eingeschränkten personellen Möglichkeiten wenig entgegen zu setzen. Aber man hat gesehen, dass wir mit der ersten Sechs ganz gut mithalten konnten, nur fehlt uns zur Zeit die Breite auf der Bank. Jetzt müssen wir sehen, dass wir bis Weihnachten noch ein paar Punkte sammeln und hoffen, dass wir in der Rückrunde mit einem kompletten, fitten Kader angreifen können.“ Auch mit dezimiertem Kader wäre es wichtig im nächsten Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Indersdorf zu punkten. Ganz chancenlos ist man da sicher nicht, die Indersdorfer haben immerhin in Friedberg mit 16 Toren verloren. Am kommenden Samstag, wieder um 16 Uhr im Sportzentrum, wird man sehen, ob es gelingt.

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