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Drei Dörfer, drei Stockbahnen

Kleiner Bauantrag aus Seestall führt zu großer Diskussion 

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Drei neue Stockbahnen in Seestall werden kommen.

Fuchstal/Seestall – Der Bauantrag, dass die Stockschützen aus Seestall am Sportgelände nahe der B 17 drei befestigte Bahnen errichten, hat zu einer langen Diskussion im Fuchstaler Gemeinderat geführt. Am Ende gab es aber dafür eine klare Mehrheit mit 13 zu zwei Stimmen. Mit Nein votierten Anton Weinholzner und Hartwig Metzger.

Anton Weinholzner, Gemeinderat aus Asch, brachte die Diskussion ins Rollen. Die drei Dörfer Leeder, Asch und Seestall bilden seit der Gebietsreform vor 46 Jahren eine Gemeinde. Da sehe er überhaupt nicht ein, dass zusätzlich zu der turniertauglichen Eisstockbahn in Leeder, die jeder nutzen könne, eine weitere Anlage in einer anderen Ortschaft errichtet werde, wofür Fläche versiegelt werde.

Bei drei Feuerwehren oder drei Schützenvereinen in der Gemeinde habe er Verständnis, argumentierte Weinholzner. Dies sei geschichtlich gewachsen. Aber beim Bau von neuen Stockschützenbahnen könne er nicht zustimmen. Und dann formulierte es Weinholzner „ganz scharf“, wie er selbst sagte. Aus Seestall höre er nur zu oft ein „Ich brauche, ich will.“

Ein weiteres Argument Weinholzners war: In der großen Europäischen Union fordere man zu Recht ein Zusammenrücken. In der Gemeinde Fuchstal bringe man das in gewissen Bereichen im Kleinen nicht zustande. Er frage sich, wozu dann die Gebietsreform gut gewesen sei.

Bürgermeister Erwin Karg bekundete, er könne Anton Weinholzner „a bissle verstehen“. Die sieben Stockbahnen, die sich beim Sportgelände im Norden von Leeder befinden, seien nicht ausgelastet. Aber er verstehe auch, dass die Seestaller Sportler eine Anlage wünschen, die nahe am Ort beziehungsweise gar fußläufig zu erreichen sei und nicht sechs Kilometer entfernt liege. „Geld ist scheinbar da“, ergänzte der Rathauschef. Aber da klopfe die Abteilung gewiss auch wegen eins zehnprozentigen Zuschusses an, den die Gemeinde bei solchen Vorhaben gebe, wandte Weinholzner erneut ein.

Das mit dem Antrag auf einen gemeindlichen Zuschuss bestätigte Dr. Walter Reitler, der einer der drei Seestaller Gemeinderäte im 16-köpfigen Fuchstaler Gremium ist und im örtlichen Sportverein engagiert ist. Bei der überschaubaren Investition werde mit einer Unterstützung durch den Bayerischen Landessportverband ebenso wie mit einem Zuschuss der Gemeinde kalkuliert.

Reitler verwies darauf, dass in Seestall der Sportverein kein Dachverband sei. Abteilungen wie die Fußballer, die Tennisspieler oder die Stockschützen hätten eine eigene Kasse. Stephan Völk meinte, wenn die Gemeinde dafür wegen 5.000 Euro Zuschuss angefragt werde, soll man das nicht daran scheitern lassen.

Zweiter Bürgermeister Martin Brennauer stellte einen Unterschied heraus: Asch und Leeder seien von jeher „heroben“, während Seestall mehr als fünf Kilometer entfernt unten am Lech liege. Er plädierte dafür, mit einem Ja zum Bauantrag für die Stockbahnen das „rege Vereinsleben im kleinen Ort“ zu unterstützen. Auch Josef Weber bekundete, er könne sich schon vorstellen, dass den Seestallern der Weg zu den Stockbahnen nach Leeder zu weit sei.

Johannes Wolffhardt sagte, bislang habe der Gemeinderat Neubauten bei Vereinen noch nie abgelehnt. Bürgermeister Karg ergänzte, er wolle die 35 Aktiven in der Sparte „nicht ausbremsen“. Der Rathauschef erinnerte auch daran, dass es früher mal die Überlegung gab, Stockbahnen mitten in Seestall westlich der Gemeinschaftshalle herzurichten. Da sei das Sportgelände oberhalb des Dorfes aber besser geeignet.

Franziska Welz, Gemeinderätin aus Seestall, blickte gar auf Mitte der 80er Jahre zurück. Damals hatte sich die Abteilung Tennis in Seestall gegründet. Es wurden der Platz und eine Hütte angelegt. Jetzt sei das bei den Stockschützen wieder eine ähnliche Situation.

Johannes Jais

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