Sonnige Zeiten auf dem Hauptplatz:

Außenbewirtung lockt bald mit 387 Gastplätzen

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Mr. Gelato macht’s längst vor: Außenbewirtung erhöht die Aufenthaltsqualität des Hauptplatzes deutlich.

Landsberg – Angesichts der ungewöhnlich hohen Temperaturen war es höchste Zeit für diese Entscheidung: Der Bauausschuss hat die Flächen für die Außenbewirtung auf dem Hauptplatz fixiert. Elf „Gastwirt­schaften“ dürfen insgesamt 387 Sitzplätze anbieten. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Anlieger, „Hinterlieger“ kommen nicht zum Zug.

Die Mär vom „Shared Space“ auf dem gesamten Hauptplatz liegt noch vielen Lechstädtern in den Ohren. Das vollmundig versprochene gleichberechtigte Miteinander aller Verkehrsteilnehmer, motorisierte eingeschlossen, ist spätestens seit der Verkehrsfreigabe Schnee von gestern – zumindest für den Bereich der Staatsstraße. Auf dem eigentlichen „Platz“, der erweiterten Fußgängerzone, gilt es nach wie vor. Die Möglichkeiten und Wünsche sind vielfältiger Natur; sie in Einklang zu bringen, um die Aufenthaltsqualität für alle Nutzergruppen zu steigern, hat sich die Verwaltung auf die Fahnen geschrieben. Natürlich will man auch die Attraktivität des Platzes weiterentwickeln.

Die gestalterische Qualität der Sondernutzungen und gleichzeitig die Überfrachtung des öffentlichen Raumes verhindern, das wolle man mit dem jetzt präsentierten und beschlossenen Konzept verhindern, erläuterte Ordnungsamtsleiter Ernst Müller. Ausreichend Platz für Fußgänger steht obenan. Der Gehweg entlang der Fassaden, vor denen die Einzelhändler für Verkauf und Präsentation möblieren dürfen, soll zwei Meter breit sein, 1,50 ist das absolute Minimum. Daran schließt sich das „Bewirtungsband“ an, im Norden und Westen des Marienbrunnens ist es fünf Meter breit, im Süden ist es schmaler.

Alle anliegenden „Gaststätten- und Ladenbetreiber mit Verzehr von Speisen und Getränken“ hatte das Ordnungs- und Marktamt im Vorfeld gebeten, ihre Vorschläge für die Bewirtung einzureichen. Weitest- gehend konnten diese auch berücksichtigt werden – nach einem altbewährten Schlüssel: Die Zahl der Gastplätze außen darf die im Innern nicht überschreiten. Und: Wer keine Kundentoilette vorweisen kann, bekommt maximal 20 Plätze zugesprochen. Die zu bewirten- den Flächen dürfen die Hausgrenzen nicht überschreiten – mit einer Ausnahme: Das Hendl vom „Kochlöffel“ darf man etwas weiter im Norden verzehren, da der Bereich unmittelbar an der Bushaltestelle frei bleiben muss.

Folgende erlaubnispflichtige und -freie Gaststätten dürfen fortan auf dem Hauptplatz bewirten: Kochlöffel (16 Plätze), Kebap-Haus (16), Eisdiele Mr. Gelato (50), Müller Brot (20), Bäckerei Hofpfisterei (2), Cafe Manhart (50); „Neueinsteiger“ in die Außenbewirtung sind: Metzgerei Boneberger (20), Ercolano (48), Meisterwerke Chocolaterie (20), O’Café (45), Gasthof Mohren (100).

Nicht zum Zug kam die Gaststätte „Maxximilians“, die laut Müller derzeit auf dem Hellmair-Platz 110 Gastplätze bedient und damit bereits vom Außen-wie-Innen-Schlüssel abweicht. 60 weitere Plätze hatte der Gastronom für den Hauptplatz beantragt. „Das geht einfach nicht“, sprach der Ord- nungsamtsleiter und legte dem Ausschuss nahe, dieses Ansinnen abzulehnen und „Hinterlieger“ grundsätzlich nicht zuzulassen.

Toni Schwaiger

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