Keine Indutainer für den Hauptplatz

Landsberg will keine wassergefüllten Fahrzeugsperren

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Mit einer Gegenstimme wurde die Anschaffung der Indutainer vom Bauausschuss abgelehnt. Das Thema Terrorabwehr am Hauptplatz ist damit aber noch nicht vom Tisch.
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Mit einer Gegenstimme wurde die Anschaffung der Indutainer vom Bauausschuss abgelehnt. Das Thema Terrorabwehr am Hauptplatz ist damit aber noch nicht vom Tisch.
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Mit einer Gegenstimme wurde die Anschaffung der Indutainer vom Bauausschuss abgelehnt. Das Thema Terrorabwehr am Hauptplatz ist damit aber noch nicht vom Tisch.

Landsberg – Mobile Fahrzeug- sperren zur Terrorabwehr, sogenannte Indutainer, werden von der Stadt voraussichtlich doch nicht angeschafft. Einige waren probeweise gekauft und vom Bauhof auf dem Hauptplatz aufgestellt worden. Bei einem Ortstermin und in der anschließenden Sitzung des Bauausschusses setzte sich die Überzeugung durch, dass die Nachteile der Indutainer den möglichen Nutzen deutlich überwiegen.

Die faltbaren Container werden mit einem Kubikmeter Wasser gefüllt und mit einem Drahtgeflecht vor Vandalismus geschützt. Ansonsten ließen sie sich schon mit einem Taschenmesser beschädigen. Hundertprozentig vandalismussicher wären die Indutainer allerdings auch mit Stichschutz nicht, warnte Ordnungsamtschef Ernst Müller.

Zum Einsatz würden die Container jeweils in Zweierblöcken kommen, zusammengehalten durch eine schwarze Folie. Um den Hauptplatz auf einer Länge von 100 Metern vor Terrorangriffen durch Lkw zu schützen, müssten in Zweierreihen insgesamt 200 Indutainer aufgestellt werden. Bei einem Stückpreis von 500 Euro ergäben sich also Kosten in Höhe von 100.000 Euro.

Was die Haltbarkeit der Kunststoffquader angeht, äußerten sowohl Müller als auch Bauhofleiter Wolfgang Kessler Bedenken. Durch Hitze oder Schräglage bekommen die Container einen Knick und können umstürzen – was auf dem Bauhofgelände offenbar bereits einmal geschehen war. Müller vermutete, dass die Indutainer nur wenige Male Auf- und Abbau überleben würden, da das Material mit der Zeit spröde wird.

Ein weiterer Nachteil: die großen benötigten Wassermengen, die im besten Fall aus dem Mühlbach entnommen werden könnten, im schlechtesten aus dem Trinkwassernetz gezapft werden müssten. Bei Einsätzen im Winter – also zum Beispiel zur Absicherung des Christkindlmarktes – müsste das Wasser mit Salz oder Frostschutzmittel versetzt werden, was wiederum die Entsorgung erschweren würde.

Dass unter diesen Umständen die Anschaffung von Indutainern in großer Zahl nicht sinnvoll sei, das sah nicht nur Dieter Völkel (SPD) so. „Wir sollten das nicht machen. Es ist nicht praktikabel.“ Einzig Wolfgang Weisensee (Landsberger Mitte), aus dessen Fraktion die Idee ursprünglich gekommen war, brach eine Lanze für die Indutainer. Sie seien nach jetzigem Stand das einzige Sicherungssystem, das ein Fahrzeug zum Stehen bringen könne, ohne durch herumfliegende Teile Menschen zu gefährden. Ordnungsamtschef Müller riet zum Abwarten, weil es auf dem Markt eine Reihe neuer Systeme gebe, von denen die ersten bereits zertifiziert seien. „Im nächsten halben Jahr wird sich einiges tun.“

Schlussendlich entschied der Ausschuss mit einer Gegenstimme, dass die Indutainer – auch optisch – keine geeignete Sicherungsmaßnahme für den Schutz der Bevölkerung bei Großveranstaltungen seien. Die bereits angeschafften Exemplare könnten aber trotzdem sinnvoll zum Einsatz kommen, und zwar beispielsweise im Vorderanger, wie Müller sagte. Dort könnten sie bei Bedarf so aufgestellt werden, dass Fahrzeuge zur Schrittgeschwindigkeit gezwungen werden.
Ulrike Osman

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