Gemeinsame Sache

So geht interkommunal

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Die Bauhöfe Fuchstal – das Foto zeigt Max Linder am Schneepflug – und Unterdießen machen künftig vermehrt gemeinsame Sache.

Fuchstal/Unterdießen – Beide Kommunen betreiben zwar eigenständige Bauhöfe. Aber die arbeiten in Zukunft sowohl personell als auch materiell verstärkt zusammen. Die Rede ist von den Gemeinden Fuchstal und Unterdießen. Sie praktizieren interkommunale Zusammenarbeit – nicht nur in der Verwaltungsgemeinschaft, sondern z.B. auch beim Winterdienst und beim Straßenunterhalt.

Und dafür gibt es jetzt eine staatliche Förderung. Konkret handelt es sich um eine Zuwendung von 50.000 Euro, wie Pressesprecherin Dr. Simone Hilgers namens der Regierung von Oberbayern informiert. Mit Hilfe der Förderung werden Maschinen und Geräte für gemeinsame Maßnahmen beschafft – konkret beim Winterdienst und Straßenunterhalt. Den gleichen Zuschuss hat‘s in Oberbayern neben dem Projekt im Fuchstal nur noch für eine weitere interkommunale Zusammenarbeit gegeben.

Das sind die Gemeinden der VG Nassenfels im Landkreis Eichstätt, wo anstelle sechs veralteter Kläranlagen künftig die Konzentration auf einen Standort erfolgen soll und damit langfristig eine hohe Kosten­ersparnis erzielt werden kann. Dieses Projekt startet mit dem Auftrag für eine Machbarkeitsstudie, so die Regierung von Oberbayern.

Impuls des Kämmerers

Positiv wird die Nachricht vom 50.000 Euro-Zuschuss von den Bürgermeistern Erwin Karg (Fuchstal) und Alexander Enthofer (Unterdießen) aufgenommen. „Diese Möglichkeit der Förderung hat unser Kämmerer Gerhard Schmid ausgegraben“, schildert Rathauschef Erwin Karg im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Konkret werde ein Teil der Förderung dafür verwendet, einen Unimog neu zu beschaffen. Diese Investition, bei der von Kosten bis 160.000 Euro auszugehen sei, sei für 2016 vorgesehen, ergänzt der Bürgermeister. Zudem werde ein Streugerät benötigt.

Der bisherige Unimog hat das Baujahr 2000. Fuchstal (3700 Einwohner) gehört zu den flächengroßen Gemeinden im Landkreis Landsberg und hat zwischen Seestall und Welden ein Netz von 54 Kilometer Gemeindestraßen. Im Bauhof sind zwei Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt. Zum Winterdienst kommt noch Unterstützung von einer Firma aus Lechmühlen und von einem Landwirt aus Welden. In Unterdießen (1500 Einwohner), das für 20 Kilometer Gemeindestraßen zuständig ist, wurde nach den Worten von Bürgermeister Enthofer 2014 ein neuer Schlepper für den Bauhof gekauft. Im Bauhof der Gemeinde sind ein Mitarbeiter in Vollzeit und ein zweiter in Teilzeit tätig. Es sei nur konsequent, wenn man Maschinen und Geräte gemeinsam nutze, kommentiert Enthofer.

"Synergieeffekte"

Auch dessen Kollege Karg sieht „Synergieeffekte“. So werde die Gemeinde Fuchstal den Schlepper aus Unterdießen für bestimmte Zwecke ebenso einsetzen wie Unterdießen den Unimog aus dem Fuchstal. Auch personell seien sinnvolle Ergänzungen möglich. In Fuchstal sind ein gelernter Maurer und ein gelernter Mechaniker im Bauhof angestellt, in Unterdießen u.a. ein gelernter Schreiner. Was bisher schon interkommunal geregelt wird, ist der Salzsilo, der sich beim Bahnhof befindet. Das Streugut wird gemeinsam eingekauft. Da wollen sich mit Blick auf die Beschaffungskosten weder die Fuchstaler noch die Unterdießener aufs Glatteis führen lassen.

Johannes Jais

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