Ein weiterer Schritt ist getan

Bayerische Landesausstellung: Regierung sagt ja zu Landsberg

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Wenn bis 2024 die Sanierung abgeschlossen werden kann und der Stadtrat zustimmt, steht der Bayerischen Landesausstellung mit dem Arbeitstitel "Räuber und Banditen" in Landsberg nichts mehr im Wege.

Landsberg - Wenn die Bayerische Landesausstellung 2024 in die Lechstadt kommt, geht es um "Räuber und Gendarmen". Das Thema hat Museumsleiterin Sonia Fischer von Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, aufgegriffen und ausgearbeitet (der KREISBOTE berichtete). Damit der Publikumsmagnet Landesausstellung nach Landsberg kommt, müssen zwei Dinge geschehen: Der Stadtrat muss sein OK geben - und damit auch die Sanierung des Stadtmuseums zeitnah starten. Und die Landesregierung muss dem Konzept und der Vergabe nach Landsberg zustimmen. Letzteres ist nun geschehen.

Dass Landsberg die Zusage der Regierung habe, wurde letzten Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung endgültig bekanntgegeben. "Wir haben aber noch keinen Vertrag unterschrieben", betont Fischer. "Der Stadtrat muss natürlich erst zustimmen." Und die Sanierung des Stadtmuseums müsse zeitnah angegangen werden. Bisher sei der Zeitplan noch gut einzuhalten. Zudem werde der Aufzug innerhalb des Hauses möglich sein, man werde kein zweites Treppenhaus benötigen. "Wenn wir bis 2023 wie vorgesehen fertig werden, haben wir sogar noch ein Jahr Puffer", rechnet die Museumsleiterin. Denn für die Landesausstellung im Mai 2024 muss Landsberg die Schlüssel am 8. Januar 2024 an das Haus der Bayerischen Geschichte übergeben, die die Ausstellung einrichtet.

Fischer hofft, dass der Stadtrat am Mittwoch der Ausstellung zustimme. Und die Brandschutzmaßnahmen im Museum zügig auf den Weg bringt. "Ich weiß, dass es im Moment schwierig ist, Gewerke zu bekommen", erklärt Fischer. "Und natürlich stehen in Landsberg auch sehr viele andere Bauprojekte an." Aber es müsse lediglich die Sanierung abgeschlossen sein, "alles, was für die Dauerausstellung nötig wird, kommt ja erst nach der Landesausstellung".

Fischer setzt natürlich auf die Zusage des Stadtrats. Immerhin ist die Landesausstellung ein enormer Besuchermagnet: "80 Prozent der Besucher kommen nur wegen der Ausstellung", sagt Fischer. Also zusätzlich zu den Touristen, die normalerweise nach Landsberg kommen. "Eine bessere Regionalförderung kann man nicht bekommen!"

Die Inhalte der Dauerausstellung hat Fischer bereits erarbeitet. Und in einem 150 Seiten langem Konzept zusammengestellt, das sie dem Stadtrat am Mittwoch vorstellen wird. Ein Stockwerk Zeitgeschichte, ein Stockwerk Stadtgeschichte. Die Inhalte wolle sie jetzt noch nicht weiter konkretisieren. Aber sie seien bereits mit dem Förderer, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, abgestimmt. Auch anderer Historiker hätten ihr OK gegeben. Zum Beispiel Professor Karl Filser, Autor von "Landsberg in der Zeitgeschichte". Oder auch Dr. Christoph Kreutzmüller, dem Kurator des Jüdischen Museums in Berlin. Es gebe auch eine erste Arbeitsgruppe mit Jascha März von der Bayerischen Gedenkstättenstiftung und Gerhard Roletscheck, ehemaliger Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung in der Welfenkaserne. 

Die Kosten, die auf die Stadt für die Landesausstellung zukommen würden, liegen bei rund 700.000 Euro. Allein durch die Eintrittsgelder erhofft man sich Einnahmen von mindestens 350.000 Euro. Es könnte aber auch das Dreifache sein wie in Herrenchiemsee, wo 570.000 Besucher kamen. Andere Einnahmen sind aber nahezu sicher: die von den vielen Besucher, die in die Lechstadt strömen und hier essen, trinken und eventuell auch übernachten werden.
Susanne Greiner

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