Riverkings jubeln:

Klassenerhalt mit "Zuckerl"

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HCL-Keeper Christoph Schedlbauer lieferte beim 2:0-Erfolg der Riverkings in Buchloe einmal mehr eine überragende Partie ab.

Landsberg – Was für ein Erfolg für den HC Landsberg: die Riverkings schafften bereits am vorletzten Spieltag der Zwischenrunde den endgültigen Klassenerhalt in ihrer ersten Saison in der Eishockey-Bayernliga. Nach den Siegen in Buchloe und Nürnberg darf man als „Zuckerl“ jetzt sogar noch in den Play-offs mitmischen.

Mit zwölf Punkten stehen die Landsberger vorzeitig als Sieger ihrer Gruppe fest, da man gegen Pfaffenhofen den direkten Vergleich gewonnen hat. Damit wäre sogar eine Niederlage im Heimspiel gegen Nürnberg am Freitag (20 Uhr) zu verschmerzen. Davon will Cheftrainer Andreas Zeck aber überhaupt nichts hören. Bei aller Freude über das Erreichte, „wir werden uns wieder ordentlich vorbereiten und wollen auch ein gutes Spiel abliefern. Es kommen Zuschauer ins Stadion, die dafür bezahlen.“ Für sein Team gelte es außerdem, vor den Play-Offs „so gut wie möglich im Fluss zu bleiben“; immerhin hat man anschließend ohnehin eine Woche Spielpause.

Nach einer derart komfortablen Ausgangslage hatte es vor wenigen Wochen bei Weitem nicht ausgesehen. Sage und schreibe sieben Partien hatte man gegen starke und weniger starke Gegner bis Mitte Januar in Folge verloren. Nach der schwachen Vorstellung beim 1:3 im Heimspiel gegen Pfaffenhofen platzte der Knoten aber, seitdem hat der HCL alle vier Spiele gewonnen.

Zeck selbst hat den Grund für die verbesserten Leistungen natürlich längst ausgemacht. „Ich denke schon, dass die Umstellungen der Sturmreihen hauptsächlich die Ursache sind, das hat uns wirklich weitergebracht.“ Beim einen oder anderen Spieler sei zuvor „schon eine kleine Blockade“ erkennbar gewesen, „wenn man immer mit den gleichen Partnern spielt und es einfach nicht vorwärts geht.“

Zwei starke Auftritte

Mit dem klaren 6:1-Erfolg in Nürnberg hat man die Qualifikation für die Schlussrunden jetzt am Sonntag klar gemacht, „aber ich denke, der Knackpunkt war schon das Spiel in Buchloe.“ Dort lieferte seine Truppe – vor mehreren hundert Landsberger Fans, die die Partie zum Heimspiel machten – einen beeindruckenden Kampf ab. Nach nicht einmal zwei Minuten ging man bereits mit 1:0 in Führung, war über weite Strecken die bessere Mannschaft und brauchte trotzdem bei zwei Pfostenschüssen durch Marc und Patrick Weigant auch Glück.

Ein überragend haltender Christoph Schedlbauer und eine aufopferungsvolle Mannschaftsleistung taten das übrige, um die knappe Führung trotz teilweise doppelter Unterzahl bis in die vorletzte Minute zu verteidigen; dann kamen die Hausherren dem entschlossenen Stefan Kerber auf seinem Weg zum 2:0 ins leere Gehäuse einfach nicht mehr hinterher.

Die Spieler wussten durchaus, dass sie einen wichtigen Sieg eingefahren hatten, dementsprechend ausgelassen feierten sie zusammen mit ihren Anhängern noch lange nach dem Schlusspfiff. Zeck: „Wir sind trotzdem sehr konzentriert in Nürnberg aufgetreten, die haben ja auch nicht grundlos in Pfaffenhofen gewonnen. Allerdings hat man dann schon gesehen, dass diese Mannschaft heuer auswärts stärker als zuhause ist.“

In die "Bonusrunde"

Für die Landsberger beginnt damit am 20. Februar eine Art Bonusrunde. Mit dem Aufstieg in die Oberliga wird und will man zwar nichts zu tun haben, aber den Fans will man auf jeden Fall noch soviel wie möglich zeigen. Als Siebter nach der Zwischenrunde bekommt man es allerdings dann gleich im Viertelfinale mit einem hochkarätigen Gegner zu tun; in der Verlosung sind noch Waldkraiburg und Bad Höchstadt, derzeit Erster und Zweiter in der Gruppe A.

Die erste Play-off-Runde wird nach dem Modus „best of five“ gespielt, die Riverkings müssen zunächst auswärts antreten. Gewinnt man allerdings das Heimspiel (22. Februar) oder einmal auf fremdem Eis, würde man zumindest noch eine weitere Partie vor eigenem Publikum erzwingen.

Ob Michael Fischer dabei mithelfen kann, scheint im Moment eher fraglich. „Es ist leider wieder ein Band am Schlüsselbein bei ihm gerissen“, weiß Zeck. „Das wird etwas länger dauern, wenn es schlecht läuft, ist die Saison für ihn sogar beendet.“

• ESV Buchloe – HC Landsberg 0:2 (0:1, 0:0, 0:1). Tore: 0:1 (2.) Fischer (Rohde), 0:2 (59.) S. Kerber (Gäbelein, Sturm/ENG). Zuschauer (laut Buchloer Angaben): 606. Strafminuten: Buchloe 12 + 10 (M. Weigant), Landsberg 12 + 10 (M. Kerber).

• EHC 80 Nürnberg – HC Landsberg 1:6 (0:2, 1:3, 0:1). Tore: 0:1 (15.) Rohde (Folk), 0:2 (19.) Sturm, 0:3 (24.) Gäbelein (Sturm, S. Kerber), 0:4 (26.) Grünauer (Dolezal, M. Kerber), 1:4 (31.) Seidinger, 1:5 (36.) Gäbelein (S. Kerber, Dolezal), 1:6 (43.) Schmelcher (Sturm, Gäbelein). Strafminuten: je 10.

Christoph Kruse

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