Landsbergs Wahrzeichen mit mehr Informationen

Bayertor mit neuen inneren Werten

Bayertor oben mit Panoramabild
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Hans Dietrichs Panoramabild zeigt jetzt jedem Bayertor-Besucher, was er Richtung Altstadt vor sich sieht. Ein zweites weist in Richtung Zugspitze.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landsberg – Das Bayertor strahlt. Inzwischen auch von innen. Museumsleiterin Sonia Fischer und ihr Team haben mit der Förderung des Bayertorvereins den Winter dazu genutzt, das Gebäude innerlich aufzuwerten. Mit Hinweistafeln, Ausstellungsstücken und zwei Panoramabildern des Landsberger Malers Hans Dietrich auf dem Turm, die die Sicht in die Ferne und den Blick in die Altstadt erklären.

Innen riecht es noch nach frischer Farbe. Das liegt an der ehemaligen Vitrine, die Fischer und Team in ein Gästebuch umgewandelt haben: eine Tafel, auf der sich die Besucher zumindest kurzzeitig verewigen können. „So bekommen wir auch ein Feedback“, sagt die Museumsleiterin.

Zudem gibt es ein Leitsystem: von Carmen Celewitz liebevoll gestaltete Tafeln, die dem Besucher im Aufriss anzeigen, wo er sich gerade befindet und was er außen auf dem Bayertor sehen könnte. Dazu Hinweisschilder auf Dinge, die sonst gerne übersehen werden: zum Beispiel der Wehrturm aus der Erbauungszeit um 1425. Oder auch die Fensternische, in der noch die originale Bemalung zu sehen ist.

Neben Ausstellungsstücken wie den Musterschablonen für die Bemalung von der Sanierung aus den 70ern bleibt das Herzstück die Turmuhr. Ihre Einzelteile sind nun beschriftet, kurze Texte von Uhrenbaumeisterin und letzter Türmerin Birgit Kremer (die sich aber immer noch um die Mechanik der Uhr kümmert) weisen auf ihre Geschichte hin. Und die Mutter­uhr, die Uhr, die bis 2015 die Signale an das Turmzifferblatt gesandt hat, hängt einträchtig neben der Turmuhr an der Wand – auch wenn sie nicht mehr benötigt wird, weil das Signal jetzt per Funk kommt. Noch geplant ist eine Kinderecke, in der kleine Bayertorbesucher mit Stempeln und Ausmalbildern hantieren können.

„Die offizielle Einweihung kommt noch“, betont OBin Doris Baumgartl. Dazu dann auch ein Film, der die Entstehung des Landsberger Wahrzeichens erklärt. Man wolle aber warten, bis alle Beteiligten dabei sein könnten, so Baumgartl. „Wir machen das, sobald es geht.“

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