Uttinger Freizeitgelände wird attraktiver

Campingfässer werden zu Mobile-Homes

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Hölzerne „Campingfässer“ als Mobile-Homes sind derzeit Trend in Europa. Auf dem Uttinger Campingplatz werden zu kommenden Saison elf dieser Urlaubsalternativen zum Wohnwagen, Zelt oder Bungalow aufgestellt.

Utting – Das paradiesisch direkt am Ammersee gelegene Freizeitgelände samt dem sich anschließenden Campingplatz soll ab dem nächsten Jahr mächtig aufgehübscht werden. Ob Beachvolleyballfeld, öffentlicher Grillplatz, kostenloses WLAN oder Campingfässer als komfortable Mobile-Homes werden den Hotspot am Westufer noch attraktiver machen.

Der Uttinger Gemeinderat hatte dazu zwei Themen auf seiner Agenda. Zum einen wurde der Antrag von Campingplatz-Pächter Bernd Pickl behandelt, Mobile-Homes in Form von Campingfässern aus Holz aufstellen zu dürfen. An den Bootsliegeplätzen sollen sechs und gegenüber der Rezeption fünf dieser momentan in ganz Europa gefragten Alternativen zu Wohnwagen, Zelt oder Bungalow entstehen. Die Gemeinderäte befürworteten einstimmig den Antrag, legten aber Wert auf die Zusicherung des Pächters, hier keine Dauercamper einziehen zu lassen. Da die Campingfässer bauliche Anlagen sind, muss jetzt erst eine Bebauungsplanänderung an beiden Standplätzen erfolgen, bevor im nächsten Frühjahr die Fässer „anrollen“.

Bernd Pickl hat noch mehr Pläne zur Freude seiner Stammgäste wie zum Beispiel die Glaseinhausung der Gastronomie-Terrasse, die Verlegung und Sanierung des Kinderspielplatzes, die Eröffnung eines Kinderhorts und geführte Aktivitäten rund um den Ammersee. Damit sollte der fünfte Stern des ADAC sicher sein und Utting dürfte sich „Superplatz“ nennen. Bislang wurde der Platz mit vier Sternen in den ADAC-Führern und -Empfehlungen bewertet.

Mehr Platz zum Sporteln

Als zweiten Punkt im Gemeinderat ging es um die Errichtung von zwei Beachvolleyballfeldern am südöstlichen Teil des Campingplatzes gegenüber dem Pavillon. Projektträger ist die Volleyballabteilung des TSV Utting. Von den 80.000 Euro Kosten würde das Leader-Programm die Hälfte übernehmen. Als Größe hatte man 39 mal 30 Meter festgelegt, um hier auch Beachsoccer spielen zu können. Das frei zugängliche Gelände sollte laut dem TSV Utting ein sportlicher Treffpunkt von Jung und Alt aller Bevölkerungsschichten werden. Durch Turniere wolle man Beachvolleyball und Beachsoccer auch in unserer Region populärer machen und so mehr Menschen zum Sporteln bringen. Außerdem würde dies eine der wenigen Begegnungsstätten für Jugendliche im Gemeindegebiet werden, so der TSV Utting.

Den Gemeinderäten war die benötigte Fläche für zwei Felder allerdings zu groß. Sie speckten ab und einigten sich einstimmig auf nur ein Beachvolleyballfeld. Damit muss die Lokale Aktionsgruppe Ammersee (LAG) Planung und Zuschussfinanzierung neu bewerten.

Für die Verwirklichung der gesamten Maßnahmen hat der Gemeinderat jetzt einstimmig eine Überplanung und Änderung des Bebauungsplanes „Erholungsgelände“ beschlossen. Dazu gehört auch die Erweiterung der „Parkraumbewirtschaftung“. Das heißt, künftig muss auch am Seitenstreifen der Fahrmannsbachstraße gegenüber Mais-Labyrinth und Hochseilgarten für das Parken bezahlt werden. Außerdem werden die Neubauabsichten der Wasserwacht für die bestehende Wasserrettungsstation bereits berücksichtigt.

Dieter Roettig

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