Bahn frei für günstiges Wohnen

Bebauungsplan für Schmucker-Siedlung steht

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Die ersten Bauzäune stehen, was auf den baldigen Baubeginn der Uttinger Schmucker-Siedlung hinweist. Hier entstehen 80 Wohneinheiten zu erschwinglichen Mieten.

Utting – Nachdem der Bebauungsplan für das Schmucker-Areal nach „redaktionellen Korrekturen“ in der letzten Sitzung vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurde, steht dem für das Frühjahr 2020 anvisierten Baubeginn wohl nichts mehr im Wege. Und der scheidende Bürgermeister Josef Lutzenberger könnte in den letzten Tagen seiner Amtszeit noch den symbolischen ersten Spatenstich seines „Herzensprojektes“ ausführen.

Er hatte sich persönlich mit Vehemenz dafür eingesetzt, dass die Gemeinde aufgrund einer erlassenen Vorkaufssatzung das Schmucker-Gelände im Karree Landsberger-, Schondorfer- und Hechenwanger Straße für rund fünf Millionen Euro kaufen konnte. Und zwar für den dringend benötigten sozial orientierten Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten. Dass die Gemeinde selbst als Bauherr auftritt, liegt am aktuellen kommunalen Wohnraumförderungsprogramm des Freistaats Bayern. Für Grunderwerb und Bau gibt es 30 Prozent staatliche Förderung, dazu für 60 Prozent ein zinsgünstiges Darlehen. Letztendlich braucht die Gemeinde nur zehn Prozent Eigenkapital, was bei 20 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten zwei Millionen ausmachen wird. Wie mehrfach berichtet, entstehen in zentraler Lage 80 barrierefreie Mietwohnungen für mittlere und niedrige Einkommen. Dazu kommen eine Tiefgarage, ein Gemeinschaftshaus und eine öffentliche Spiel- und Begegnungsfläche.

Eigenes Unternehmen

Für die Realisierung hat die Gemeinde ein eigenes Kommunalunternehmen gegründet, das vom technischen Vorstand Thomas Behrendt und vom kaufmännischen Vorstand Florian Zarbo geleitet wird. Aufgabe des selbständigen Unternehmens in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts ist die „Planung, Errichtung, Modernisierung, Instandhaltung, Verwaltung und langfristige Vermietung“ der Schmucker-Wohnungen.

Derzeit kann man sich noch nicht für eine der 80 Einheiten bewerben. Das Bewerbe- und Vergabeverfahren hat noch nicht begonnen. Wenn es soweit ist, wird das unter anderem auf der Webseite der Gemeinde (www.utting.de) veröffentlicht.

Florian Zarbo, auch Geschäftsleiter und Kämmerer der Gemeinde Utting, erläuterte in der Gemeinderatssitzung die „Stellungnahmen, Anregungen und Abwägungen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange“, bevor der entsprechend ergänzte Bebauungsplan abgesegnet wurde.

So regte die Bischöfliche Finanzkammer des Bistums Augsburg an, die künftigen Mieter auf das Glockengeläute der Kirche Mariä Heimsuchung hinzuweisen. Die Bodenschutzbehörde des Landratsamtes wies auf eine geringe Arsen-Belastung hin, weshalb der Aushub gesondert entsorgt werden muss.

In Bezug auf die Einfahrt zur Gemeinschaftstiefgarage des geländes von der Landsberger Straße aus blieb die Gemeinde trotz Anlieger-Protesten bei ihrer ursprünglichen Planung, da es keine andere Zufahrtsmöglichkeit gebe.
Dieter Roettig

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