So begabt ist der junge Landkreis

Vier herausragende Nachwuchskünstler sind am Freitag im Stadttheater mit dem Kulturförderpreis 2009 des Landkreises ausgezeichnet worden. Maria Engel aus Leeder und Laura Schmid aus Landsberg erhielten von Landrat Walter Eichner den Preis für ihre Leistungen im Bereich Ballett. Daniel Holzhauser aus Penzing wurde als Pianist und Maximilian Höcherl aus Schwifting für sein Können am Horn ausgezeichnet.

Eine Verbindung zum Landkreis ist Voraussetzung, um für die mit insgesamt 5000 Euro dotierte Auszeichnung in Frage in kommen. Im aktuellen Fall sind alle vier Preisträger der regionalen Kulturszene allerdings längst entwachsen. Laura Schmid konnte ihren Urkunde nicht einmal persönlich entgegennehmen, weil sie mit dem slowenischen Staatsballett in Maribor auf der Bühne stand und „Schwanensee“ tanzte. Begonnen hatte Schmids Ausbildung in der Landsberger Ballettschule Klein, doch bereits mit zwölf Jahren wechselte die hochtalentierte Schülerin an die Ballettakademie nach München. „Ich hatte in fünfzig Jahren in der Ballettausbildung noch nie ein begabteres Kind gesehen“, erinnerte sich Choreografin Dorothée Claasens, die die Laudatio auf die 18-Jährige hielt und den Preis stellvertretend für sie entgegennahm. Inzwischen steht Schmid am Beginn einer großen Karriere. Beim internationalen Berliner Tanzolymp gewann sie 2009 als erste Deutsche seit Jahren eine Goldmedaille in der Kategorie Modern Dance. Auch Maria Engels Tanzkarriere begann in der Ballettschule von Beatrix Klein. Ab 2006 setzte die heute 19-Jährige ihre Ausbildung in England fort, wo sie an der Royal Academy of Dance in Birmingham studierte und unter anderem vor Prinz Charles auf der Bühne stand. „Maria war schon als Dreijährige eine starke Persönlichkeit, bestach durch ihre außerordentliche Flexibilität und hat sich fantastisch entwickelt“, so Klein in ihrer Laudatio. „Für sie ist der Kindertraum vom professionellen Tanzen wahr geworden.“ Multi-Musik-Talente Die Musik zum Beruf machen – auf dieses Wagnis lässt sich Jurastudent Daniel Holzhauser zumindest vorläufig nicht ein. Dabei ist er ein echtes Multitalent: Am Klavier gewann er über 30 Medaillen und belegte unter anderem zahlreiche erste und zweite Plätze in verschiedenen Regional-, Landes- und Bundeswettbewerben von „Jugend musiziert“. Inzwischen spielt er dazu Trompete und begann vor drei Jahren mit einer Gesangsausbildung. „Schon ein halbes Jahr nach der ersten Stunde gewann er als Sänger den zweiten Preis beim Landeswettbewerb von 'Jugend musiziert’“, erinnerte sich Gesangslehrerin Marie Schmalhofer, die gemeinsam mit Holzhausers Klavier- lehrer Maximilian Hofbauer die Laudatio hielt. Der 21-jährige Maximilian Höcherl wurde bereits als Gymnasiast mit dem Förderpreis des Ignaz-Kögler-Gymnasiums ausgezeichnet, berichtete Axel Flörke, der die Preisverleihung moderierte. „Maximilian ist ein begnadeter Hornist.“ Seit 2002 ist er Mitglied im Schwäbischen Jugendsinfonieorchester und seit 2004 im Bayerischen Landesjugendorchester. Neben Horn spielt Höcherl auch Klavier und singt – dies unter anderem in der Landsberger Jazz-Formation Jassheads und der Funk- und Soulband Troubleshooters. Gleichzeitig macht der 21-Jährige sein Hobby zum Beruf: Er studiert in München Musik auf Lehramt am Gymnasium und für das Diplom im Fach Horn.

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