Begegnung im Hinteranger?

Im Zuge des Hauptplatzumbau das Parken im Hinteranger (rechts) verbieten und daür den Begegnungsverkehr zulassen – das hat CSU-Fraktionschef Helmut Weber vergangene Woche vorgeschlagen. Foto: Kruse

Dieser Vorstoß erfordert eine gehörige Portion Mut: „Wir könnten doch das Parken im Hinteranger verbieten und ihn dann für beide Fahrtrichtungen freigeben.“ CSU-Helmut Weber sprach’s und handelte sich dafür böse Blicke ein.

Je sieben Monate lang in den nächsten beiden Jahren ist der Durchgangsverkehr beim Umbau des Hauptplatzes ausgeschlossen. Diese jüngste Kunde ist Weber offensichtlich auf den Magen geschlagen. „Wir brauchen eine klare Linie“, forderte Weber. Und die erhielt er postwendend von OB Ingo Lehmann: „Es gibt keine Verbindung von West nach Ost – Busse ausgenommen“. Intensive Gespräche, auch mit Polizei, Feuerwehr und BRK, habe man dazu bereits geführt. Prof. Hermann Knoflacher werde demnächst die Auswirkungen auf den Verkehr aufzeigen. Geheimes gibt es nicht „Geheime Dinge gibt es beim Hauptplatzumbau nicht“, beteuert OB Ingo Lehmann. Dennoch muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht ausreichend zu informieren – selbst aus der Mitte des Stadtrates. Einige Ratsherren zeigten sich vergangene Woche äußerst verschnupft, dass sie eine ganze Reihe von Details zum Umbau aus dem KREISBOTEN erfahren mussten. CSU-Fraktionschef Helmut Weber stieß die Debatte im Finanzausschuss an: „Eine intensive Information im Stadtrat findet nicht statt!“ Schützenhilfe bekam er von Christoph Jell (UBV) und Reinhard Skobrinsky (BAL). Beiden wäre es sehr lieb, wenn sie auf Fragen aus der Bürgerschaft nicht immer mit Schulterzucken reagieren müssten. Wenn der Stadtrat mehr Infos haben wolle, dann könne er diese bekommen, versprach Lehmann. Dafür sei aber ein halber Tag erforderlich. Ob es zielführend sei, dass Ratsmitglieder auf Detailfragen eingehen, bezweifelte Lehmann. Da solle man besser die Verwaltung bemühen. „Die Bürger können gerne bei uns anrufen oder uns eine e-Mail schreiben“, ergänzte Stadtbaumeisterin Annegret Michler. Nach den beiden Infoveranstaltungen für die Einzelhändler, Anwohner und Eigentümer vom Hauptplatz soll es künftig einen News-Letter geben. Die nächsten „Hauptplatz-Nachrichten“ für alle Haushalte seien schon in Vorbereitung.

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