Snowdance-Programmheft

Utah, Paris, Landsberg

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Kreative Modedesignerin: Aus einer Snowdance-Fahne schneiderte Ruth Hecking ein Abendkleid für ihren Part des begehbaren Programmheftes in der Alten Bergstraße.

Landsberg – Der Startschuss für das Landsberger Snowdance Independent Filmfestival Ende Januar rückt näher. Das Organisationsteam ist nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Nicht nur für die Besucher, auch für die vielen Filmschaffenden aus aller Welt, die nach Landsberg kommen werden.

Die Telefone glühen im Filmbühne-Café neben dem Olympia-Kino, das vor und während des Festivals als Büro und Anlaufstelle dient. Da müssen Termine koordiniert und Hotels gebucht werden, da läuft die Detailarbeit für das Rahmenprogramm auf Hochtouren, da werden Werbung und Kartenvorverkauf koordiniert, und, und, und. Trotz dieser Hektik nahmen sich die Initiatoren Tom Bohn und Jürgen Farenholtz Zeit für einen Cappuccino mit dem KREISBOTEN, der als Medienpartner seinen Teil zu der Erfolgsgeschichte Snowdance beiträgt.

„Ja“, betont Marketingfachmann Jürgen Farenholtz stolz, „unser Festival hat in der dritten Auflage bereits einen hervorragenden Ruf in der Filmbranche, wie die über 250 Einreichungen aus fast allen Teilen der Welt beweisen. Alle wichtigen unabhängigen Produzenten und Regisseure wollen mitmachen!“ Dabei war der Start vor drei Jahren alles andere als einfach. Regisseur und Creative Director Tom Bohn musste viel Überzeugungsarbeit leisten, um in manch einem Landsberger Kulturkreis Befürworter für dieses ohne jegliche städtische oder staatliche Subventionen geplante Festival zu gewinnen.

Moderne neue Independent Filme, also unabhängig von großen Studios oder TV-Anstalten finanzierte Streifen, waren vielen intellektuellen Landsberger Kulturvertretern unbekannt oder gar suspekt. Und auch bei den Filmemachern tat sich Tom Bohn am Anfang schwer, sie nach Landsberg zu locken: „Where the fuck is Landsberg?“ musste er sich immer wieder anhören. Und trotzdem schafften es Bohn und seine begeisterten Mitstreiter – darunter Schauspieler Heiner Lauterbach – bereits im ersten Jahr ein Programm auf die Beine zu stellen, das beim Publikum bestens ankam und zum Weitermachen und Ausbauen animierte.

Jetzt, im erst dritten Jahr, ist Snowdance Landsberg bereits ein Supermagnet für deutsche und internationale Filmemacher, wie die Kooperationen mit dem renommierten Slamdance Filmfestival Utah, dem European Independent Filmfestival ÉCU Paris und dem Indie Filmfestival in Sydney beweisen.

Für die Landsberger Filmfans hat sich das Snowdance-Kreativteam diesmal ein exklusives Schmankerl ausgedacht: Das größte begehbare Programmheft der Welt in der Alten Bergstraße mit ihrer einmaligen Mixtur aus alteingesessenen und außergewöhnlichen Läden, Handwerkern und Künstlern. 18 Geschäfte präsentieren jeweils einen Festivalfilm und haben dem Motto entsprechend dekoriert. Plakate, Großfotos, Inhaltsangaben, Kostüme oder Requisiten wurden installiert und machen auf die Filme neugierig. Diese werbewirksame Symbiose von Festival und City-Sponsoren ist einmalig und zeigt den hohen Stellenwert, den Snowdance inzwischen in Landsberg genießt.

Bei allem Glamour rund um das Filmfestival denken die Macher auch an Mitbürger, die unsere Hilfe brauchen. Während im letzten Jahr von jeder tätowierten Schneeflocken-Eintrittskarte eine Spende an die Arche Landsberg ging, läuft es diesmal schmerzfreier. Von den in der Likka-Lounge (Peter-Dörfler-Weg) für 10 Euro verkauften Supportbändchen werden juweils 3 Euro an die Arche-Gemeinschaft weitergeleitet, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne geistige Behinderung fördert.

Dieter Roettig

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