Garantiert Bio:

Der Renner: Frisches Gemüse aus dem Schondorfer "Strebergarten"

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Ein Musterbeispiel des Bürgerbudgets ist der „Schondorfer Gemüsegarten“, den Bürgermeister Alexander Herrmann (rechts) jetzt besuchte. Links im Bild David Bensmann, der zusammen mit Esther Koktanek die Idee dazu hatte.

Schondorf – Wenn sich der Bankmanager Gummistiefel anzieht oder sich die Boutique-­Chefin abschminkt und ein Kopftuch bindet, könnte das gemeinsame Ziel die Blomberg­straße sein. Hier trifft man täglich Hobbygärtner aus allen Bevölkerungs- und Berufsschichten. Auf 20 Parzellen zu je rund 45 Quadratmeter Fläche wird mit Begeisterung gegartelt und geerntet. Der „Schondorfer Gemüsegarten“ ist eines der Erfolgsprojekte der letztjährigen Bürgerbudget-Aktion.

Die schlichte Idee der Preisträger Esther Koktanek (Gemüsegärtnerin) und David Bensmann (Zimmerer): Hobbygärtner und Laien können unter ihrer fachlicher Anleitung ein Stück Land bepflanzen und dann saisonal verschiedene Gemüsesorten ernten, die für einen Zwei- bis Vier-Personenhaushalt reichen. Und das ganze für einen Jahresbeitrag von 180 Euro. Dafür werden nebenbei noch die Grundlagen des ökologischen Gemüseanbaus vermittelt. Bereits im ersten Jahr ist das Non-Profit-­Projekt so erfolgreich, dass es eine Warteliste von mehr als 20 Interessenten gibt, die beim „begleiteten Gärtnern“ mitmachen wollen. Weil bislang alles so mustergültig ablief, sprechen Neider inzwischen vom „Schondorfer Strebergarten“.

Auf einer Stippvisite in den Gemüsegarten ließ sich Bürger­meister Alexander Herrmann von David Bensmann über die Ernte der ersten Saison aufklären. In Bioqualität gab und gibt es Blumenkohl, Bohnen, Bundzwiebeln, Endivie, Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Knoblauch, verschiedene Kohlsorten, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mangold, Radicchio, Rote Beete, Salat, Spinat, Stangensellerie, Tomaten, Wirsing, Zucchini oder Zuckerhut. Und zwischen den Beeten sind Blühstreifen zu bewundern, aus denen der Bürgermeister einen bunten Strauß überreicht bekam.

Video-Tutorials

Die Realisierung der Idee wurde erst von Vanessa Hoffmann und Luzius Kloker ermöglicht, die von ihrer Seeacker-Schafzucht ein Stück Land für den Schondorfer Gemüsegarten abtraten. Jetzt konnten Koktanek und Bensmann vom projektbezogenen Geld des Bürgerbudgets ein 6.000 Liter fassendes Wasserfass und professionelles Arbeitsgerät kaufen sowie das Grundstück mit einem Weidezaun als Wildschutz eingrenzen. Der vorhandene Schuppen erleichterte den Start, den die beiden Initiatoren mit Video-Tutorials begleiteten – damit sich die künftigen Schondorfer Hobby-­Gärtner schon zuhause vorbereiten konnten.
Dieter Roettig

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