Zwei Nachbarn im Finale

Hofstetten und Finning liefern sich Stechen beim Bayerischen Abend

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Frage : Wie viele Lederhosenträger passen in ein Kälber-Iglu? 23 – wenn sie aus Finning kommen. Um so froher waren die 23, als sie aus dem engen Zelt nach draußen durften.

Finning – „Kein Drehbuch hätte es besser beschreiben können“, sagte Maik Renger, einer der Organisatoren des Bayerischen Abends in Finning am vergangenen Freitag. Denn ausgerechnet die beiden Nachbargemeinden Finning und Hofstetten mussten zum Stechen um den Sieg antreten.

Der Dreikampf war das Herzstück des Bayerischen Abends anlässlich der 1.200-Jahr-Feier der Gemeinde. Neun Teams aus verschiedenen Landkreisgemeinden waren im Bierzelt zum Dreikampf angetreten, der auf einer Bühne in der Mitte ausgetragen wurde – gut einsehbar für alle Gäste. Die Disziplinen waren Maßkrug stemmen (Dirndl und Buam), Bierbank-Kraxeln und „Wer bringt in zwei Minuten die meisten Leute in ein Kälber-Iglu hinein?“ Kaum vorstellbar, dass bei den Finningern 23 Leute gezählt wurden: in einem Iglu, in dem ansonsten ein Kälbchen steht.

Am Ende musste ein Armdrücken entscheiden, bei dem sich Konrad Schöpf (Hofstetten) nur sehr knapp Markus Schlögl (Finning) geschlagen geben musste. Natürlich war die Freude im Zelt riesengroß, dass ausgerechnet die Heimmannschaft den Gesamtsieg erringen konnte. Die Schöffeldinger Vertretung belegte Platz 3. Mitgemacht hatten darüber hinaus Schwifting, Windach, Schondorf, Vilgertshofen, Pürgen und Utting.

Sternmarsch aufs Zelt

Gleich zu Beginn waren bei schönstem Sommerwetter und flankiert von vielen Schaulustigen vier Blaskapellen im Sternmarsch auf das Finninger Festzelt marschiert: die Entrachinger, die Windacher, die Eresinger und die Schöffeldinger. Am Festplatz musizierten sie gemeinsam unter dem Dirigat von Fabian Dreer, bevor man ins Zelt einzog.

Drinnen begrüßte Bürgermeister Siegfried Weißenbach die Gäste, unter ihnen Landrat Thomas Eichinger, die Finninger Alt-Bürgermeister Josef Degle und Fritz Haaf sowie einige Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, darunter Alexander Herrmann (Schondorf), Richard Michl (Windach) und Benedikt Berchtold (Hofstetten). Martin Mayr führte kurzweilig und gekonnt durchs Festprogramm, das die Hofstetter Trachtengruppe d’Windachtaler unter Leitung von Martin Probst bereicherte, mit schönen Tänzen und ihren Plattlern und Goaßlschnalzern. Dazwischen spielten die Blaskapellen aus Windach, Eresing und Schöffelding, letztere noch bis nach 1 Uhr, was viele Paare auf den Tanzboden lockte.

Sybille Reiter

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