Beim EVL brennt’s lichterloh – "Torwartproblem" beschäftigt Coach Norbert Zabel

Fünf Spiele hat der EV Landsberg 2000 in der Eishockey-Oberliga nun bestritten – aber schon jetzt brennt dort der Baum. Auslöser war die peinliche 7:5-Niederlage am Sonntag in Deggendorf. Damit haben die Lechstädter bereits jetzt 28 Gegentore kassiert – so viel, wie kein anderes Oberliga-Team.

„Das wird auf jeden Fall Konsequenzen haben“, kündigte ein sichtlich verärgerter Trainer Norbert Zabel an. Sein Vorstand Hans-Jürgen Böttcher wurde sogar noch deutlicher. „Es gibt etliche Leistungsträger bei uns, die einfach nicht das bringen, was wir von ihnen erwarten. Wenn wir schon nicht an ihre Verträge können, dann haben wir dennoch unsere Möglichkeiten…“, drohte er den vermeintlichen Stars im Team. Die größte Sorgen machen den Verantwortlichen die beiden Torleute. Alexander Reichelmair, der am Freitag gegen Klostersee ran durfte, patzte ebenso wie die etatmäßige Nummer 1, Peter Holmgren, der in Deggendorf sogar ausgewechselt wurde. Aber alles der Reihe nach. Landsberg begann am Freitag druckvoll und ging durch Derek Switzer (3.) schnell in Führung. Danach schienen die Hausherren die Grafinger im Griff zu haben, bis die 9. Minute kam. In eigener Überzahl liefen die Landsberger in einen blitzsauberen Konter der Gäste. Jared Mudryk bedankte sich mit dem Ausgleichstor (9.). Haarsträubend Dieser Treffer brachte den EVL irgendwie aus dem Konzept. Zwar tauchten die Mannen von Norbert Zabel etliche Male vor EHC-Goalie Patrick Ashton auf, allerdings stand man in der Defensive bei weitem nicht so stabil, wie gewünscht. Den Beweis lieferten die Grafinger anfangs des zweiten Drittels. Landsberg war völlig von der Rolle, kam zwischen der 23. und 26. Minute richtig unter die Räder. Braydon Cox (23./26.) und Levin Schumacher (24.) brachten Klostersee mit 1:4 in Führung. „Das waren haarsträubende Fehler, die wir da gemacht haben“, konstatierte hinterher Norbert Zabel. Aber seine Mannschaf riss sich zusammen und schaffte innerhalb von 70 Sekunden durch Alexander Thiel und Boris Zahumensky den 3:4-Anschluss. In der Landsberger Abwehr aber war weiter Tag der offenen Tür angesagt. Dominik Unverzagt traf quasi im Gegenzug zum 3:5 (28.). Doch dann bewies der EVL 2000 erst recht Charakter. Mit großer Leidenschaft rannten sie gegen den Kasten des EHC Klostersee an und drehten das Spiel komplett. Erst besorgten Michal Kapicka (29.) und Derek Switzer (35.) den Ausgleich, dann brachte Veli-Antti Leinonen die Gastgeber zehn Sekunden vor Drittelende mit einem fulminanten Schuss ins rechte obere Eck mit 6:5 in Front. Mit Glück und Geschick schob die Mannschaft das Resultat am Ende über die Zeit. Alexander Reichelmair parierte in der 44. Minuten noch einen Penalty der Gäste. Totaleinbruch Dass es auch andersherum geht, bewiesen die EVL-Spieler zwei Tage später in Deggendorf. 16 Minuten lang hielt man dort gut mit, was aber dann mit der Mannschaft los war, konnte nicht einmal mehr der Trainer erklären. „Das ist bei uns immer das gleiche. Wir bekommen ein Gegentor und dann brechen alle Dämme“, konstatierte Norbert Zabel. In der Tat, nach dem 1:0 von Herbert Geisberger ging bei den Landsbergern gar nichts mehr. Bis zur 38. Minute war quasi jeder Schuss ein Treffer. Geisberger (22./26./28.), Dominik Retzer (23./38.) und Alexander Klostereit (36.) schossen für die Niederbayern einen bequemen 7:2-Vorsprung heraus. Norbert Zabel hatte genug gesehen, nahm eine Auszeit und Peter Holmgren vom Eis. Nur Alexander Thiel und Boris Zahumensky leisteten in dieser Phase Gegenwehr und trafen für den EVL 2000. Erst im letzten Abschnitt wurde es, zumindest vom Ergebnis her, ein wenig erträglicher. Die Treffer von Boris Zahumensky (46.), Markus Vaitl (51.) und Alexander Thiel (57.) zum 7:5-Endstand. Am Wochenende hat der EVL Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Am Freitag kommt der Überraschungsaufsteiger Dortmund (20 Uhr) nach Landsberg und am Sonntag gastiert die Mannschaft bei den Starbulls Rosenheim.

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