25-Jähriges beim Landsberger Beirat für Menschen mit Behinderung

Viel fordern, viel erreichen

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Engagierte Arbeit für den Beirat für Menschen mit Behinderung (hinten, v. links): Behindertenbeauftragte Barbara Juchem, Sprecher der Mitgliederversammlung Ulrich Hauser, Geschäftsführer Hans-Peter Bichler, Oliver Riedel sowie (vorne, v. links) Anja Charafeldin, Manfred Eder und Claudia Hippe.

Landkreis – Eine Inklusionsschleife hilft Hörgeschädigten im Sitzungssaal des Landrats­amtes Landsberg, aber ein ausreichend großer, barrierefreier Aufzug ist noch nicht realisiert. „Es ist noch nicht perfekt, aber wir sind auf einem guten Weg“, konstatierte stellvertretende Landrätin Ulla Kurz bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Beirats für Menschen mit Behinderung im besagten Sitzungssaal. Und deshalb soll der Aufzug 2018 endlich Realität werden.

Kommunalpolitiker seien in der Umsetzung der Belange von Menschen mit Behinderungen in der Verantwortung, fuhr Kurz fort. Der Beirat leiste dabei „lösungsorientierte und durchaus auch pragmatische Arbeit“. Kurz lobte die Behindertenbeauftragte des Landkreises ­Barbara Juchem für „Kompetenz und unermüdlichen Einsatz“. Juchem buchstabierte Behindertenbeirat durch: „B wie Barrierefreiheit“, die jedem ein Leben im Alltag ohne fremde Hilfe ermögliche; „E wie Engagement und I wie Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen.“ Das Thema, dem ein „ungleiches Machtverhältnis“ zugrunde liege, müsse im politischen und sozialen Zusammenhang gesehen werden. Die Forderungen sollten dabei hoch sein, um möglichst viel zu erreichen. Sie wolle kein 50-Jähriges des Beirats feiern: „Ich hoffe, dass das Thema dann erledigt ist.“

Sprecher der Mitgliederversammlung Ulrich Hauser gab einen Rückblick des am 19. März 1992 gegründeten Beirats. Einiges sei gelungen, so das Entfernen der Eingangsschwelle zum Rathaus oder auch der niedrigere Kassenautomat am Parkplatz Waitzinger Wiese – der so auch von Rollstuhlfahrern bedient werden kann. Trat zum Fünfjährigen noch das Münchner Crüpel Cabaret auf, lockerten am Donnerstagabend der Chor der Lebenshilfe Landsberg, die Holzhauser Raben und die Sambagruppe der IWL „El Pituco“ das Programm auf. Letztere griffen zum Abschluss auf Baueimer zurück: Allein durch Drehen und Absetzen entstand ein mitreißender Rhythmus, der mit großem Applaus der knapp 100 Anwesenden belohnt wurde.

Abschließend ehrte Geschäftsführer Hans-Peter Bichler den Dienstältesten, Manfred Eder. Auch Barbara Juchem, Anja Charafeldin (Selbsthilfegruppe MS), Claudia Hippe (Blinden- und Sehbehindertenbund und Behindertenbeauftragte Kaufering), Eva-Maria Rößle (stellvertretende Sprecherin der Mitgliederversammlung) und Oliver Riedel (Behinderten- und Versehrtensport) wurden für ihre engagierte und größtenteils ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.

Susanne Greiner

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