Da liegt was in der Luft

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Hoffentlich ist die Luft im Rechtsamt nun besser...

Landsberg – Schlummert im Verwaltungsgebäude der Stadt Landsberg ein Umweltproblem? Fakt ist: Im Rechtsamt wurde jetzt der Boden im Büro von Stadtjustitiarin Petra Mayr-Endhart ausgetauscht. Sie hatte zuvor über Beschwerden geklagt.

Andreas Létang von der Pressestelle der Stadt bittet um Verständnis dafür, dass er „über gesundheitliche Beschwerden städtischer Mitarbeiter keine Auskünfte erteilen kann.“ Er bestätigt aber den Austausch des Belages. Mehrere Mitarbeiter hätten sich zuvor über die Qualität der Luft in der Verwaltung beschwert. 

Die Stadt wurde tätig und ließ umfassend testen. Unter anderem wurde eine „Raumluftprüfung mit breitem Parameterspektrum“ in Auftrag gegeben. Ein Teil des Bodenbelags selbst wurde außerdem in einer Prüfkammer untersucht. Das Ergebnis war in allen Fällen negativ, wie die Pressestelle mitteilt: „Grenzwerte wurden in keinem Raum erreicht.“ 

Keine Ergebnisse 

Die Ursache für die Beschwerden bleibt damit unklar, wie Létang einräumt: „Im Ergebnis ist von einer individuellen Sensibilität gegenüber der Emission bisher unbekannter Substanzen auszugehen, die sich zudem in im Allgemeinen nicht relevanten Konzentrationen in der Raumluft finden.“ Dass die Stadt als Arbeitgeber die Geschichte aber ernst nimmt, zeigt, dass man handelte, obwohl die Belastung nicht klar nachweisbar war. „Da der Boden in Büro und Vorzimmer von Frau Mayr-Endhart ohnehin Abnutzungserscheinun- gen aufwies, wurde entschieden, den Bodenbelag auszutauschen.“ Das kostete „knapp 3600 Euro“. 

In fast allen Räumen des Verwaltungsgebäudes ist ein Kautschuk-Boden verlegt. Der neue Untergrund im Rechtsamt besteht wieder aus dem gleichen Material. Allerdings trägt dieses jetzt „das seit 2006 verfügbare Umweltzeichen für emissionsarme elastische Bodenbeläge“, so der Pressesprecher.

Christoph Kruse

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