Wegen Beleidigung zu 3.000 Euro verurteilt

Teures „Kasperl-Theater“

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Angeklagter hat Behindertenparkplatz blockiert und Parkwächter beleidigt.

Landsberg – Wegen einer Beleidigung ist vergangenen Donnerstag ein 56-jähriger Landsberger verurteilt worden. Im Oktober blockierte er einen Behindertenparkplatz und erhielt einen Strafzettel. Den angetroffenen Parkwächter habe er als „Kasper“ bezeichnet. Nun muss er 3.000 Euro zahlen. Der Verurteilte machte bereits deutlich, dass er Berufung einlegen wird und äußerte sich für Richter Michael Eberle unangemessen, sodass dieser die Bemerkung notieren ließ.

Laut dem Mitarbeiter der Kommunalen Verkehrsüberwachung Landsberg war es bereits das zweite Aufeinandertreffen. Während der Angeklagte zuvor noch sagte, der Mann sei ihm unbekannt und er habe ihn nicht beleidigt, schilderte der Geschädigte den Vorfall ausführlicher und für Richter Eberle nachvollziehbar. So habe der Parkwächter dem Angeklagten einen Strafzettel wegen Parkens auf einem Behindertenparkplatz ausgestellt. Als der Fahrer bei seinem Auto ankam, sei er eingestiegen und losgefahren. An der Straße habe er erneut gehalten und das Fenster heruntergelassen. Der Mitarbeiter trat näher. Darauf habe der Angeklagte gesagt, „sie sind doch der Kasper, der meine Frau aufgeschrieben hat“.

Staatsanwältin Julia Ehlert forderte wegen des Verhaltens des Angeklagten daher 30 Tagessätze zu je 110 Euro. Die Kommunalen Mitarbeiter hätten besseres zu tun, als sich beleidigen zu lassen, erklärte sie. Der Beschuldigte äußert sich verärgert, wieso das Wort des Geschädigten mehr zähle als sein eigenes. Obwohl Richter Eberle die Strafe auf 30 Tagessätze á 100 Euro herabsetzt, hält er die Forderung der Staatsanwältin für angemessen. Und da der Zeuge den Sachverhalt klar geschildert habe, wiege dessen Wort mehr, erklärt er außerdem. Zuletzt sagt der Verurteilte noch, dass er Berufung einlegen werde. Seine despektierliche Äußerung zum Urteil ließ Richter Eberle außerdem im Protokoll vermerken.

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