Benefizkonzert "Viel Jugend"

Ein voller Erfolg für 30 mutige Jugendliche

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Initiatorin, Organsiatorin und Moderatorin des Abends Ella Bakenecker hat mit ihren Helfern und Gästen ein erfolgreiches benefizkonzert organisiert – ganz alleine.

Dießen – „Nach allem, was wir heute gehört haben, müssen wir uns um die Generation von morgen keine Sorgen machen.“ Auch Annunciata Foresti hatte sich das Konzert „Viel Jugend“ nicht entgehen lassen. In einem nahezu voll besetzten Saal des Augustinum Ammersee standen 30 Jugendliche – überwiegend Schüler – auf und hinter der Bühne. Und sie hatten mutig, ganz nach dem Motto der diesjährigen Kreiskulturtage, alles selbst organisiert: von der Einladung bis hin zum Aufbau und der fotografischen Begleitung.

Allen voran Ella Bakenecker (der KREISBOTE berichtete), 17 Jahre alt und Schülerin am Ammerseegymnasium Dießen, die gemeinsam mit Franz Ströbl die Moderation des Abends übernahm. Auch das Programm hatten die jungen Talente ausgetüftelt, und dabei nicht nur ein unglaubliches Fingerspitzengefühl bewiesen, sondern auch für eine ordentlich frische musikalische Brise gesorgt.

Vielfalt im Programm

Zum Auftakt des klassischen Programmteils spielte das Landsberger Streicherquartett mit Theresa Kiemer, Flora Dirr, Hannah Bauer und Christof Berghoff den Ungarischen Tanz von Johannes Brahms – im doppelten Sinne des Wortes mehrfach ausgezeichnete Musiker. Für den Pachelbel-Canon hatte man dann die Vorgabe, dass nur Musiker und Sänger aus dem Landkreis auftreten sollten, etwas ausdehnen müssen. Denn auch die französische Austauschschülerin Lise sollte mit eingebunden werden. Mit einem (leicht verkürzten) 3. Satz von Beethovens Mondscheinsonate holte sich der Geltendorfer Maximilian Krieg großen Beifall.

Mühelos gelang der Sprung in den Mittelteil des Programms. Die Technik spielte Sängerin Maia Hessheimer zwar einen unangenehmen Streich, was ihr für „We Don‘t Have to Take Our Clothes Off“ der Interpretin Ella Eyre dann aber doppelten Applaus einbrachte. Marcus Gugger spielte zunächst eines seiner vielen selbstkomponierten Stücke am Flügel und dann gemeinsam mit Sängerin Kathi Wieser „Read all about it“ von Emeli Sandé.

Sicherlich noch zu hören sein wird von Sarah Swati, die den Radiohead-Song „Creep“ ausgewählt hatte und an der Ukulele sang. Und die beiden Jungs von „A story for reflection“, Maxi Aldinger und Jakob Mühleisen animierten zum Klatschen und Mitsingen.

Im zweiten Teil des Abends gab‘s Jazz satt.

Dem Jazz gehörte der Abend nach der Pause – und der mutige Blick über das Notenblatt hinaus hat sich mehr als gelohnt. Ella Bakenecker machte selbst den Anfang mit dem Maple Leaf Rag von Scott Joplin aus dem Jahre 1899 – alles andere als verstaubt. Es folgte Paul Desmonds „Take Five“ mit Tim Mühlig-Versen am Piano und – so überraschend wie außergewöhnlich – Geigerin Jarah Labib. Und extra für diesen Auftritt zusammengetan hatte sich die Bläsergruppen mit Teresa Lux, Julie Henrici, Kate Ireland, Alexander Metzger, Maximilian Praus und Jakob Albrecht. Sie hatten den „Mo‘ Better Blues“ einstudiert – ohne langes Proben. Antonia Robert hatte sich das Schlussstück Bohemian Rhapsody von Queen am Flügel in ihrer ganz eigenen Jazz-Version vorgenommen und begleitete dann, gemeinsam mit dem jungen Techniker Sebastian Lempik am Schlagzeug, alle Beteiligten zum Abschiedschor „We are the world“.

Organisatorin Ella Bakenecker hielt am Ende sogar zwei große Blumensträuße in den Händen – einen von ihren Mitmusikanten und einen von Schirmherr und Landrat Thomas Eichinger. Der 500-Euro-Scheck des Landkreises, den er als Dankeschön für das Engagement der Jugendliche in den Spendentopf für das „Friedensdorf International“ legte, wurde begrüßt. Insgesamt kamen 1.800 Euro zusammen, die verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten zugute kommen.

Elke Robert

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